Burgberg Altena: Felsen wird gesichert

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Heute beginnen Felssicherungsarbeiten unterhalb der historischen Jugendherberge auf der Burg.

Altena -  Der Parkplatz am unteren Teil der Burg Altena in Höhe des Friedrichstors ist gesperrt. Ab dem heutigen Freitag, 21. März bis voraussichtlich Freitag, 11. April, lässt der Märkische Kreis als Eigentümer der Feste hier unaufschiebbare Felssicherungsarbeiten unterhalb der historischen Jugendherberge durchführen.

Die Arbeiten sind mit veranschlagten 100 000 Euro noch relativ überschaubar. „Es geht aktuell keine Gefahr für Besucher von diesem Platz aus“, beruhigte Pressesprecher Hendrik Klein. Seine Behörde hatte einen Gutachter eingesetzt, der sich die Gesteinsbeschaffenheit vor Ort ansah. Der Fachmann habe dem Kreis die Empfehlung gegeben, umgehend tätig zu werden. Dem komme man jetzt nach.

Rückblende: Vor 18 Monaten ließ der Märkische Kreis das Dach der historischen Jugendherberge sanieren. Dieser Teil des Gebäudes ist auf massivem Fels gegründet. Schon damals wurde bei den Arbeiten hinter den Gerüsten lockeres Felsgestein festgestellt. Nach Angaben von Ilona Gruß waren das immerhin mehr als 5,5 Tonnen, die später abgeschlagen und beseitigt werden mussten.

Jetzt hatte sich kürzlich ein etwa zwei Tonnen schwerer Felsbrocken gelöst und war die zerklüfftete Wand bis zum Parkplatzsockel hinunter gerollt, ohne weiteren Schaden anzurichten. Zwei Tonnen – das hört sich gewaltig an, allerdings war das Stückchen Fels in den Ausmaßen kaum größer als ein kleiner Hocker.

Am Donnerstag, 20. März, fotografierte und begutachtete Kreismitarbeiterin Ilona Gruß die Baustelle. Sie ist beim Kreis als Architektin tätig und unter anderem mit der Pflege, Instandhaltung und natürlich Dokumentierung von Baudenkmalen wie der Burg Altena befasst. Die Fachfrau rechnet im Grunde bei den Arbeiten nicht mit großen Komplikationen oder Schäden für das Gebäude der historischen Jugendherberge selbst. Allerdings könne man solche Dinge auch nicht auf die lange Bank schieben. - von Johannes Bonnekoh

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