Feldforscherinnen fühlen Altenaern auf den Zahn

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Beim Kartieren: Vorne Studentin Marie Sophie Deuter neben Diplom-Sozialwissenschaftlerin Susen Engel.

Altena - Seit ein paar Tagen gehören Susen Engel und Marie Sophie Deuter irgendwie zum Stadtbild. Vermutlich haben ganz viele Altenaer die freundlichen jungen Frauen schon gesehen – nicht wenige sogar gesprochen.

Engel ist von Beruf Diplom-Sozialwissenschaftlerin und arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geographischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin. Deuter studiert dort noch „angewandte Geographie und Raumplanung“. Und genau damit beschäftigen sich die Frauen auch vor Ort.

Im Rahmen einer sogenannten Feldstudie untersuchen und vergleichen sie bundesweit verschiedene Quartiere. Das Wort leitet sich aus dem lateinischen Quartus, der Vierte und dem französischen Quartier, Viertel, ab, was der Sache näher kommt. Denn: Engel und Deuter stellen zum Beispiel die Ruhrgebietsmetropole Essen und die Kleinstadt Altena im Sauerland auf vielen Ebenen einander gegenüber.

Dabei geht es im Detail um Stadtplanung, den demografischen Wandel, den Umgang mit Flüchtlingen, das Gefälle zwischen reichen und armen Menschen, die Situation des Einzelhandels und so viel mehr. Wo ist Handlungsdruck, wo weniger? Vielfältig sind die Daten, Fakten und Zahlen, die das Duo aufnimmt. In den vergangenen Tagen war etwa das Kartieren der vorhandenen Geschäfte in der Innenstadt und der leerstehenden Ladenlokale an der Reihe. Die Studie ist eine akademische Forschungsarbeit, keine in Auftrag gegebene Untersuchung.

Zurück zum Wort Quartier: Das steht in der Literatur, Geographie und Raumplanung auch für Stadtviertel, kleine oder kleinste Verwaltungseinheit einer Metropole oder administrative Gliederung einer Stadt. Da schließt sich der Kreis. Noch bis Ende des Jahres werden Studentin und Wissenschaftlerin immer mal wieder vor Ort sein.

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