Feinschliff am Burgaufzug bleibt „Daueraufgabe“

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Hier fehlt ganz klar ein Schild: Die Kabel auf der Wand zeigen, dass es rund um den Burgaufzug noch Dinge zu optimieren gilt. Das soll jetzt nach und nach in Angriff genommen werden.

Altena -  Touristen da, Aufzug geschlossen – so sieht in Altena ein Montag in den Sommerferien aus. Das sei einer der Punkte, die noch optimiert werden müssten, weiß Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. Denn: „Feinschliff, das bleibt jetzt eine Daueraufgabe“.

Von Thomas Bender

Das mit dem Ruhetag am Montag ist offensichtlich vielen Altena-Touristen nicht bewusst: „Da kommen immer wieder welche“, weiß Roland Balkenhol, der an diesem Wochentag oft mit Handwerkern im Stollen ist. Natürlich wäre es möglich, auch montags zu öffnen, sagt Hollstein. Allerdings: Die Burg hat dann geschlossen, weil bei der Mehrzahl aller Museen der Montag eben Ruhetag ist. „Wir werden das mit dem Kreis diskutieren“, kündigt der Bürgermeister an. Vielleicht sei es ja möglich, an diesem Tag wenigstens den kleinen, kostenlosen Rundgang zu ermöglichen.

Fast drei Monate nach Eröffnung ist immer noch nicht alles fertig – es fehlt zum Beispiel noch ein richtiges Hinweisschild. „Ist bestellt“, sagt der Bürgermeister. Vielleicht gibt’s in diesem Zuge endlich auch einen Abfallbehälter, der der Architektur des neuen Tors zur Burg gerecht wird. Bisher steht ein Provisorium verschämt in einer Ecke.

Zum Feinschliff gehört auch, dass jetzt endlich darüber nachgedacht wird, kleine Hocker für Kinder anzuschaffen – für sie sind die „Sehschlitze“ in den ersten beiden Stationen zu hoch angebracht, ohne Hilfe können sie dort nichts sehen. Von Aufzugnutzern hat Hollstein erfahren, dass die dankbar wären für eine Sitzgelegenheit im Zugangsstollen. Auch das wird jetzt geprüft, wobei aber stets die strengen Brandschutzbestimmungen beachtet werden müssen.

Stichwort Umfeld: Die Frequentierung der Lennestraße speziell an den Wochenenden nimmt zu. Unschön, wenn dann (wie am vergangenen Sonntagmorgen) der Markaner völlig verdreckt ist. Hier helfe nur ein Appell an alle Altenaer, pfleglicher mit ihrer Stadt umzugehen, sagt Hollstein. Es sei schon eine zusätzliche „Reinigungsrunde“ des Bauhofes am Samstag eingerichtet worden, mehr sei nicht bezahlbar.

Verbesserungspotenzial birgt auch der Internetauftritt des Eventaufzugs. Auf www.erlebnisaufzug.de fehlen Hinweise auf Veranstaltungen, die für Touristen interessant sein könnten, wie zum Beispiel „Lenne lebt“ oder die Greifvogelschau am Wochenende. Wobei im Internet aber eher selten nach dem Aufzug geschaut wird: Anfang April ist die Seite freigeschaltet worden, seitdem wurde sie 25 000-mal angeklickt. 200 surften auf der niederländischen Version, die englischsprachige zählte nur 75 Klicks.

Und dann waren da noch die beiden Pedelecs – sie wurden von Mark-E vor der Inbetriebnahme des Aufzugs gespendet, auf dass Touristen die Umgebung erkunden können. Seitdem sind sie in Versenkung verschwunden – Roland Balkenhol prüfe gerade, wo sie sicher und geschützt deponiert werden könnten, sagte Hollstein gestern. Außerdem müssten rechtliche Fragen geklärt werden, weil man ja irgend eine Form von Nutzungsvertrag abschließen müsse, wenn man die Räder verleihe. Der Bürgermeister bat um Verständnis dafür, dass manche Dinge etwas dauern: „Wir haben einfach zu wenig Personal“.

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