Bernhard Diel erwartet viel Arbeit, ist gegen Aktionismus aber „will kämpfen“

Altena braucht weiter die FDP

Bernhard Diel: „Wir danken unseren Wählern und werden sie nicht enttäuschen. Wir machen weiter, wir werden kämpfen!“

Altena -   „Wir sind mit dem Abschneiden natürlich nicht zufrieden.“ Bernhard Diel, FDP-Ortsvereinschef, macht eine Woche nach der Kommunal- und Europa-Wahl vom 25. Mai 2014 aus seinem Herzen keine Mördergrube.

Der Liberale kündigt an, „sich bereits in Kürze in aller Ruhe mit dem Ortsverein zusammen zu setzen. Dann kommt alles auf den Tisch.“ Auf Kreisebene gab es dieses „Auskotzen“ schon im Rahmen eines kleinen Parteitages. Folge: Die FDP - gerade in Altena - werde ihre Politik offensiver in die Stadt und Stadtteile tragen. Möglichkeiten dazu: „Stammtische, regelmäßige Infostände, das Diskussionsangebot für den Bürger verstärken.“

Die künftige Ratsarbeit stuft Diel als „Einzelkämpfer“ naturgemäß „als schwierig“ ein. „Ich werde Gespräche mit den größeren Fraktionen suchen müssen. Wir als FDP werden uns aber nicht verbiegen lassen.“ Neben dem Hauptausschuss werde er möglichst alle Ausschüsse besuchen, auch ohne Stimmrecht. Eine Listenverbindung will Diel mit keiner Partei eingehen, aber vermehrt mit Ulrich Biroth (SDA) sprechen wollen, „was wir da gemeinsam machen können.“

Empfehlungen für die Stichwahl zum Landrat gibt die FDP Altena nicht ab. Er sei bekanntlich kein Fan von Thomas Gemke (CDU), aber auch Lutz Vormann, SPD, habe sich mit seinen Äußerungen zum Sparkommissar nicht „wirklich positiv ins Spiel gebracht. Wir werden mit demjenigen leben, den der Bürger wählt.“ Altena brauche weiter die FDP, die Liberalen seien keinesfalls am Ende. „Allerdings war Altena immer schon ein schwieriges Feld. Die Situation ist schlecht, aber sicher nicht aussichtslos.“ Ein Satz zu den Linken: „Ich möchte den Vertretern vor Ort ja wirklich nicht zu nahe treten, aber eine Partei, die, als sie noch SED hieß, ihre Bürger eingemauert hat, kann ich nicht gut finden.“

Diel abschließend: „Wir haben in Altena viel vor uns, nicht nur die FDP. Wir müssen an einer positiven Zukunft arbeiten, sie wird uns nicht in den Schoß fallen, aber sie ist auch nicht unerreichbar.“

von Johannes Bonnekoh

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