Familienkarte ist bis jetzt ein Flop

ALTENA - Kinder die Hälfte – das gilt auch nach der Preiserhöhung für den Schwimmbadeintritt. Außerdem enthält die Gebührenordnung für das Frei- und Hallenbad eine Reihe weiterer Regelungen, die einkommensschwache und kinderreiche Familien entlasten sollen.

Der SPD geht das nicht weit genug: Sie forderte in der Ratssitzung am Montag weitere Vergünstigungen, und zwar für die Inhaber der Familienkarte. Davon hat die Stadt 2009 rund 1000 Stück verteilen lassen, die Initiative ging von der SPD aus.

Die Resonanz ist allerdings dürftig – um die 20 Unternehmen machen mit, für Besitzer der Karten gibt‘s unter anderem Rabatte beim Friseur oder bei Versicherungen. 2010 hatte die SPD angekündigt, sich um zusätzliche Partner bemühen zu wollen – „bisher ist bei uns nichts angekommen“, sagte Sozial-Fachbereichsleiter Wolfgang Friess in der Ratssitzung am Montag. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Irmgard Ibrom entschuldigte das damit, dass die Fraktion wegen der Haushaltsplanberatung wenig Zeit gehabt habe. Nicht teilen mochte sie Friess‘ Einschätzung, dass die Karte insgesamt ein Flop ist.

Wiederholt hatte die SPD versucht, die Stadt in Sachen Familienkarte in die Pflicht zu nehmen – stets vergeblich. Auch als der Rat am Montag im Nachhinein die zum Jahreswechsel erhöhten Eintrittspreise für das Bad absegnete, blieb ein entsprechender Vorstoß erfolglos. Oliver Held (Grüne) und Ulrich Biroth (soziale und demokratische Alternative) fanden den Antrag zu unkonkret. „Ich verstehe einfach nicht, was sie wollen“, sagte Held. Uwe Scholz (CDU) wies darauf hin, dass die Staffelung der Eintrittspreise ohnehin darauf angelegt sei, Familien und Kindern den Besuch des Bades für einen angemessenen Betrag zu ermöglichen. Da es schon einen deutlich reduzierten Preis für Kinder und Jugendliche gebe, sei ein weiterer Rabatt für Inhaber der Familienkarte überflüssig.

von Thomas Bender

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