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Spritsparen durch Fahrradfahren: Gesellschaft für wasserdichte Fahrrad-Taschen im MK gegründet

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Von: Ines Engelmann

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Stellt Fahrradtaschen her: Michael Pohl aus Altena testet seine Produkte wie die Monsterando 3in1 Drybag in der Praxis gerne selbst.
Stellt Fahrradtaschen her: Michael Pohl aus Altena testet seine Produkte wie die Monsterando 3in1 Drybag in der Praxis gerne selbst. © Pohl

Bei steigenden Spritpreisen suchen viele Alternativen zum Auto und steigen auf das Fahrrad um. Ein Mann aus Altena hat schon vor dem Ukraine-Krieg eine Gesellschaft gegründet, um wasserdichte Fahrrad-Taschen für jeden Tag zu produzieren. Nun freut er sich auf eine neue Kollektion.

Altena – Die Spritpreise sind so hoch, dass Lkw-Fahrer die Autobahnen aus Protest lahm legen. Viele können sich das Autofahren kaum oder gar nicht mehr leisten. Wer sich die Autofahrt sparen kann, steigt spätestens jetzt aufs Fahrrad um. Doch wohin mit dem ganzen Kram, der sonst im Kofferraum Platz findet? Dafür hat der aus Altena stammende Michael Pohl eine Lösung gefunden. Er gründete die Monster Outdoor GmbH, über die er wasserdichte Fahrradtaschen herstellt und vertreibt. Sie sollen auch bei schlechtem Wetter Laptop, Dokumente und Einkäufe trocken halten.

Die Idee zu dem Projekt, kam der Altenaer Michael Pohl bereits Ende 2019, als er Geschäftspartner in China besucht hatte. „Die ehemalige Mitarbeiterin und Kollegin Linda Tan, mit der ich in der Softwareindustrie seit zehn Jahren zusammengearbeitet habe, hatte mir von dem neuen Bereich erzählt“, erinnert sich Pohl.

Entstehungsgeschichte: Gesellschaft für wasserdichte Fahrrad-Taschen im MK gegründet

Die Firma von Tans Partner Duke He hat etwa 2000 Beschäftige in China und anderen asiatischen Ländern und produziert wasserdichte Taschen, Kühltaschen und andere Spezialtaschen für den Outdoor-Bereich. Sie beliefert große Handelsketten in den USA wie Walmart, Target oder Costco. Pohl: „Als alter Radsportler und Zweiradreisender kam mir die Idee, dass man eigentlich Fahrradtaschen konzipieren könnte.“

Aus dem anfänglichen Projekt ist dann die Monster Outdoor GmbH entstanden, die Pohl gemeinsam mit Tan und He in Altena gegründet hat. Innerhalb weniger Wochen trafen die ersten Prototypen ein. 2020 – während der Hochphase der Pandemie – hat Pohl mit seinen Geschäftspartnern das Konzept weiterentwickelt, verbessert und die Taschen intensiv getestet. „Meine frühere Radsportkarriere und Erfahrung beim Bikepacking kamen mir dabei sehr zugute“, schildert Pohl, der so schneller Vor- und Nachteile der ersten Taschen-Entwürfe feststellen konnte.

Gesellschaft für wasserdichte Fahrrad-Taschen im MK gegründet: Neue Kollektion geplant

Nach und nach entwickelte sich dabei auch das Erfolgsmodell, die sogenannte „Monsterando 3 in 1 Drybag“. Die Fahrradtasche ist wasserdicht und gleichzeitig auch ein Rucksack und eine Umhängetasche mit integriertem Laptop-Einsatz. „Sie eignet sich daher für die Freizeit ebenso wie für die große Reise oder die tägliche Fahrt zur Arbeit oder Schule“, erklärt Pohl die Vielfältigkeit der Tasche. Anfang 2021 fiel der Startschuss für die Monsterando.

Pohl freut sich nun auf eine ganz neue Kollektion: „Seit der Gründung haben wir die Taschen vielfach in ganz Europa verkauft und starten im April 2022 mit einer neuen Kollektion von Taschen für Gravelbikes und Bikepacking aus recyceltem RPET“, also aus alten PET Plastikflaschen, erklärt Pohl. „Die Produktion erfolgt nach modernen Standards zu fairen Bedingungen“, versichert er. Augenmerk werde unter anderem auf Nachhaltigkeit und soziale Standards gelegt. Auch in Altena gibt es Pohls Taschen zu kaufen. Erhältlich sind sie hier bei Jan Slejfir, dem Inhaber von Jans Radland an der Freiheitstraße.

Er ist nicht nur für seine wasserdichten Fahrrad-Taschen bekannt, Pohl hat auch Kontakte mit Opfern des Ukraine-Kriegs.

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