Fahnen und Wimpelketten werden abgenommen / Birkengrün eingesammelt

Ab in den Grünschredder

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Altena- Tagelang haben sie im Wind geflattert, die Straßen überspannt und die Wege, die Schützen und Gäste genommen haben, einen Tick weit attraktiver gemacht: Grün-weiße Wimpelketten und -Fahnen, aber auch frisch geschlagene Birkenbüsche, beherrschten das Stadtbild. Jetzt ist das Fest vorbei. Und was passiert jetzt mit den tausenden von Ketten, Fahnen und den Schmuckbirken?

„Interessante Frage“, sagt Wolfgang Stehn, der seit vielen Jahrzehnten in der Kompanie Nette aktiv ist und natürlich schon „weit vor 11 Uhr“ gestern früh damit beschäftigt war, das schmückende Birkengrün vom Straßenrand zu „pflücken.“ Natürlich wisse er, was daneben mit Fahnen und Fähnchen geschehe, schob er sofort nach und zwinkerte mit dem Auge. Die Frage, wo die Mengen an Wimpelketten und Fahnen in den kommenden drei Jahren sicher verwahrt werden, beantworte für ihn Oliver Tank, Vorstand und Scheffe der Netter. „Im Unternehmen Lüling in der oberen Nette haben wir große und trockene Lagermöglichkeiten. Da kommt alles hin.“ Dieses Beispiel steht für viele andere: Denn jeder Zug, jede Kompanie, lagert ihre Deko-Artikel auf eigene Art und Weise. Doch bevor alles verstaut wird, kommen Fahnen und Wimpel in die Reinigung, werden durchgesehen und natürlich aufgebügelt. „Und glauben Sie gar nicht, dass es egal ist, wie Fahnen oder Wimpelkettem gelagert werden“, sagt Roman Kurzeja. Der Spieß der Nette spielt damit auf die unterschiedlichen Längen der Wimpelbänder an. „Nicht jede Straße ist gleich breit. Da muss man schon aufpassen. Auf unseren Kartons ist deshalb genau festgehalten, wo welche Kette aufgehängt wird, wenn die Arbeitstrupps ausrücken.“ Durchdachte Planung, keine Frage. Und was die Entsorgung des Birkenwaldes angeht, auch da ist weit im Vorfeld jeder Aktivität Planung alles. Neben dem Schlagen und Aufstellen des Grüns vor dem Fest, für das bekanntlich unter anderem Klaus Löttgers zuständig ist, ist die Entsorgung mindestens so wichtig. Stets Montag nach dem Fest legen hunderte fleißiger Hände die Birkenzweige auf oder vor die Gehsteige, um sie dann mittels Lkw-Kolonnen einzusammeln. „Dann bringen wir alles in die Brachtenbecke, Nähe THW-Standort“, so Hauptmann Klaus Hesse. Dort wird alles sofort geschreddert. Dienstag, am Tag Zwei nach dem Fest, erinnert in Altena von der Außendeko dann gar nichts mehr an die rauschenden Feiern.

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