Fachkräfte früh an Altena binden

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Unterschrieben den Kooperationsvertrag: Die Spitzen aus dem Altenaer Rathaus und der Arbeitsagentur Iserlohn.

ALTENA - Der Vertrag ist ein weiteres Mosaiksteinchen in der Stärkung des Wirtschaftsstandortes Altena. Gestern unterzeichneten Michael Stechele als Vertreter der Arbeitsagentur aus Iserlohn und Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein einen Kooperationsvertrag. Das Ziel in einem Satz: Fachkräfte für die heimische Industrie so früh als möglich an Altena zu binden.

Partner in diesem „Geschäft“ sind vornehmlich Jörg Schuhmacher als Team-Leiter des Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und Altenas Wirtschaftsförderer Uwe Krischer.

Der sagt: „Wir arbeiten seit Jahren gut zusammen. Meist ist es so, dass der erste Kontakt über den Erwerb von Flächen stattfindet mit allen begleitenden Stolpersteinen. Es macht für mich sehr wohl Sinn, so früh als möglich auch den Schulterschluss in Sachen Fachkräftebedarf zu suchen.“

Für Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein wird es das Kernproblem der kommenden Jahre und Jahrzehnte, qualifizierte Mitarbeiter am Ort zu halten und möglichst neue zu gewinnen. Neben der Frage, was macht es für ein Unternehmen interessant, in Altena zu investieren müsse aber auch den künftigen Mitarbeitern klar gemacht werden, warum sie Altena zum Lebensmittelpunkt wählten sollten.

Immer mehr rückte der Faktor Fachkräfte an eine der vordersten Stellen in einer Standortentscheidung bei Firmen, so Hollsteins Eindruck.

Michael Stechele, Arbeitsagentur-Chef: „Allein können wir nichts oder kaum etwas bewirken. Wir wollen Partner sein. Für die Unternehmen, aber auch für die Wirtschaftsförderung einer Stadt. Nur mit einer sinnvollen Vernetzung kann es gelingen, die Herausforderungen der Demografie zu stemmen.“

Michael Stechele nannte interessante Zahlen: So gibt es kreisweit etwa 10000 Firmen, 98 Prozent beschäftigten dabei ein bis 50 Personen.

Einen Kooperationsvertrag mit einer Wirtschaftsförderungsabteilung gibt es schon im Kreis: Iserlohn ging voran, „wir möchten das möglichst kreisweit etablieren.“

Hollstein meinte, man könne natürlich fragen, warum man eine gute Zusammenarbeit jetzt noch in Papier- und Vertragsform fasse, aber: „Das wird kein Bürokratietiger, das ist ein guter Schritt, sich immer wieder bewusst zu machen, wofür wir uns gemeinsam einsetzen.“ Dafür stünden auch die entsprechenden „To-Do-Listen“, „am Ende steht eben die Optimierung, von der beide Seiten profitieren.“ von Johannes Bonnekoh

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