Evingser wollen ihr Dorf weiter entwickeln

+
Stellwerk-Beauftragte Stefanie Hensel (rechts) führte durch den Info-Abend in Evingsen.

ALTENA - Durch Evingsen geht ein Ruck. Mehr als 80 Bürger konnte Dirk Mühle zum zweiten Informationstreffen „Evingsen entwickeln“ am Montagabend im evangelischen Gemeindesaal begrüßen – so viele, dass eilig noch Stühle herangeschafft werden mussten.

Stefanie Hensel, Stadt-Beauftragte für bürgerschaftliches Engagement und Kopf des Stellwerks, führte durch den Abend. Sie informierte darüber, dass ein Team von sieben Bürgern sich bereits einige Male getroffen und die eher losen Ideen und Wünsche aus der ersten Versammlung bereits in konkrete Ziel-Formulierungen gegossen hat. Wie jeder Mensch ein Dach über dem Kopf haben muss, soll es bald auch in Evingsen ein Dach-Gremium geben, das die Entwicklung des Dorfes in vielerlei Hinsicht vereinsübergreifend nach vorne bringt.

Wichtig war Ortsvorsteher Dirk Mühle und Stefanie Hensel sowie den beteiligten Bürgern aus den Arbeitsgemeinschaften aber eines: „Wir wollen auf bestehenden Strukturen aufbauen und in keine Konkurrenz zu Vereinen oder zu den Kirchen treten.“

Die neuen Evingsen-Initiativen ruhen auf Säulen wie Engagement, Informationsfluss, Begegnungen und Verschönerungen. Zu diesen Überschriften gab es jeweils Informationen. Ob es nun Gedanken sind wie das regelmäßige Angebot eines Familienfrühstücks oder die Einrichtung eines Dorfcafés, die Aufstellung von acht neuen Schaukästen im Ort, die Gestaltung eines ständig gepflegten Evingser Internetforums mit allen aktuellen Terminen oder Hilfsangebote für Senioren beim Einkaufen, Winterdienst oder in der Betreuung älterer Menschen: Die Evingser haben viele Ideen, die sie jetzt Zug um Zug umsetzen wollen.

Natürlich kostet all das Geld, das sie nicht haben. Und so sagte etwa Thomas Amersek, dass man auf Sponsoren genauso setze wie auf die aktive Mithilfe von handwerklich oder auch planerisch begabten Dorfbewohnern.

Pastor Uwe Krause nahm, wie die Anwesenden, viele Dinge sehr positiv auf, kritisierte aber, dass es in Altena nicht nur die Lenneterrassen und die Lenneuferpromenade gebe, die es zu entwickeln gelte. Seine Gemeinde hatte zuvor schon angeboten, das evangelische Gemeindehaus als Ort regelmäßiger Treffen, als Dach über dem Kopf also, anzubieten. Einen neuen Verein wollen die Evingser nicht gründen, doch suchen sie für ihre Initiativen natürlich nach einem zündenden Namen. Und so sind ,Generationenhaus Evingsen‘ ebenso im Gespräch wie ,Pro Evingsen‘, ,Evingsen aktiv‘ oder ,Evingsen gibt Gas!‘

Gas geben wollen die Dörfler bereits am kommenden Samstag. Dann nämlich möchten sie sich das Areal am Waldmann anschauen. Hier könnte konkret schon bald ein neues Stückchen Evingsen wachsen, dergestalt, dass sich Wanderer und Spaziergänger an dieser Stelle deutlich wohler fühlen als bisher.

Wer Lust hat, sich aktiv in die jetzt bestehenden Arbeitskreise einzubringen, ist gern gesehen. „Wir stehen erst am Anfang“, sagte Mühle, „jeder ist willkommen, der unser Evingsen mit uns nach vorne bringen will.“

von Johannes Bonnekoh

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare