Evingser Wohnhaus schwer beschädigt

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Das Haus in Evingsen ist vom Abriss bedroht.

ALTENA - Es riecht – zum einen nach Abwasser, zum anderen nach Ärger. Denn: Eine „Kanalpanne“ in Evingsen erweist sich nach und nach als ausgesprochen folgenschwer. Das Ordnungsamt schließt inzwischen noch nicht einmal mehr einen Totalschaden des davon betroffenen Hauses an der Ihmerter Straße aus.

Dass etwas nicht in Ordnung ist, zeigte sich erstmals vor gut einer Woche, als plötzlich Abwasser auf die Ihmerter Straße lief. Schnell stellte sich heraus, dass es aus einem leer stehenden Mehrfamilienhaus kam.

Seidem beschäftigen sich Ordnungsamt und Baubetriebshof sozusagen täglich mit dem Fall. Es habe sich herausgestellt, dass große Mengen Abwasser in das Gebäude geflossen seien, berichtete Klaus-Peter Trappe am Dienstag auf Anfrage. Das stelle möglicherweise eine Gefährdung für die Bewohner der benachbarten Häuser dar.

Gefahr im Verzug also – weil der Eigentümer im Ausland lebt, schritt stellvertretend die Stadt zur Tat. Sie reinigte das Gebäude notdürftig und beauftragte eine Firma damit, Teppichböden und dergleichen zu entfernen. Ein Container vor dem Haus lässt ahnen, dass damit in Kürze begonnen wird.

Anschließend wisse man vielleicht mehr, sagte Trappe – es müsse noch geklärt werden, wie sehr feste Gebäudebestandteile wie zum Beispiel Böden und Wände betroffen seien. Trappe wörtlich: „Da ist noch kein Ende in Sicht.“

Wie es zu dem Schaden kam, ist im Moment noch nicht klar. Fakt ist, dass das Abwasserwerk mit der Panne nichts zu tun hat. Es handelte sich um eine private Leitung, die verstopft war. An diesem Rohr hängt allerdings nicht nur das betroffene Gebäude, sondern auch ein oberhalb gelegenes Haus. Er stehe mit dem Eigentümer in Verbindung und habe diesem dringend empfohlen, durch eine gründliche Kanaluntersuchung die Ursache für die Überflutung feststellen zu lassen.

Das betroffene Haus stand vom Anfang an unter einem schlechten Stern. Sein Bau wurde in den 80er Jahren in Angriff genommen, noch in der Rohbauphase ging dem damaligen Bauherrn das Geld aus. Jahrelang gammelte das Gemäuer vor sich hin, bis es nach einem Eigentümerwechsel fertiggebaut wurde. Längerfristig bewohnt war das Haus noch nie.

von Thomas Bender

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