Evingser Dorfjugend ist rehabilitiert

Die Mannschaften traten im Modus Jung gegen Alt an. Es waren Schnelligkeit und Teamgeist gefragt.

Altena - Die Evingser Dorfjugend ist rehabilitiert. Nachdem sie dem „House of Music“ sträflicherweise ferngeblieben war, machte sie am Samstag umso begeisterter bei den E-Games mit. Auch das Femegericht, das die Vereine zur Ausrichtung einer besseren Jugendveranstaltung verdonnert hatte, ging mit gutem Beispiel voran und bildete ein eigenes Team.

Insbesondere die Aufgaben der Pfadfinder hatten es in sich: Über zwei Balken im Viereck laufen - das erfordert höchste Konzentration und ganz enges Teamwork. Auch das Befüllen eines Kanisters mit Wasser kann sich actionreich gestalten, wenn man dafür nur ein paar Seile und einen halben Ball zur Verfügung hat.

Auf dem Schützenplatz war entsprechend gute Stimmung, als die E-Games durch die Moderatoren Ruben Gerdes und Fabian Herbert eröffnet wurden. Die Vereine und Institutionen des Dorfs hatten sich viel einfallen lassen, um die Gruppen zu fordern und die Zuschauer zu belustigen. Die Feuerwehr lud zum Torwandschießen mit dem Schlauch. Kein leichtes Unterfangen, den Ball nur mit Hilfe eines Wasserstrahls eine Schräge hinauf zu bewegen.

E-Games: Gaudi auf dem Schützenplatz

Die Tischtennisabteilung der Turnerschaft hatte eine Platte aufgebaut und Bälle mitgebracht - aber keine Schläger. Stattdessen wurden die Partien mit Tassen ausgespielt.

Klassische Spielregeln gab’s eigentlich nur beim Völkerball und beim Schießwettbewerb im Schützenheim: Dort wurden die Top 100 ausgespielt, wer zuerst 100 Ringe voll hatte, der hatte gewonnen. Selbst das Memoryspiel erforderte flotte Füße: Losrennen, Karten aufdecken, Lösungswort legen - das dauert, wenn man das Kinderspiel als Staffellauf aufzieht.

Dagegen war ein Besuch beim Heimatverein ein nahezu erholsamer Spaziergang: Die Mitglieder hatten an ihem Stand ein Heimatquiz auf die Beine gestellt, alle Antworten waren bei der Durchsicht der Evingser Quellen herauszufinden. Als preise winkten unter anderem Karten und Kappen.

Das strenge Femegericht begleitete das bunte Treiben sehr wohlwollend. „Eigentlich hatten wir ja die Jugend bestraft, weil sie einst zu ihrer eigenen Veranstaltung nicht gekommen war. Aber wiedergutgemacht haben es ja nun alle, die der Jugend was bieten wollten und die Jugendlichen selbst auch.“

Deshalb urteilten die Richter des Evingser Schützenvereins milde: Alle Gäste hatten am Samstag Spaß, das Urteil ist aufgehoben.

Abends wurde nach der Siegerehrung mit Medaillen noch weitergefeiert: Die lokale Band Oelspur sorgte von der Bühne aus für gute Unterhaltung und auch Bierpavillon und Grill blieben lange besetzt.

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