Evingser Pfadfinder begehen ihr 90-jähriges Bestehen / Landes-Zeltlager

Eier-Nachmittag und Pfadi-Ball

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Bildhaft: Das Sommerlager 1963 in Balve findet sich in der handschriftlichen Chronik in dieser Darstellung wieder.  

Altena – Wenn die Mitglieder des VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder) einen Eier-Nachmittag veranstalten, so hat das nichts mit Ostern zu tun. Denn das Fest ist dann bereits vorbei.

Vielmehr steht der Eier-Nachmittag im Zeichen des 90-jährigen Bestehens und ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen, die aus Anlass des runden Geburtstages stattfinden. So am Sonntag, 28. April, zum Auftakt der Eier-Nachmittag. Er beginnt um 15 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Evingsen und wendet sich an E-ltern, I-nteressierte, E-hemalige und an den R-est. Aus den jeweils ersten Buchstaben erschließt sich der Eier-Nachmittag.

Zum Jubiläumsprogramm gehören weiter ein Pfingst-Zeltlager, das vom 7. bis 10. Juni als westfälisches Landes-Zeltlager stattfindet. Die Evingser rechnen mit gut 300 Gästen. Als ein Novum in der Geschichte der Evingser Pfadfinderschaft ist schließlich in der zweiten Jahreshälfte ein Pfadi-Ball vorgesehen. Er soll am 9. November stattfinden.

Rückblende: Aus den Annalen der Evingser Pfadfinderschaft geht hervor, dass die Anfänge bis ins Jahr 1925 zurückreichen. Es war Pastor Brandmeyer, der eine gemischte Jugendgruppe gründete, die dem BDJ (Bund deutscher Jugendvereine) angeschlossen war. Das Jubiläum, das in diesem Jahr begangen wird, fußt allerdings auf dem Jahr 1929. Da heißt: „Dank Pastor Agena schließt sich die Jugendgruppe der CP (Christlichen Pfadfinderschaft) an.“ Es finden sich auch einige Namen von Mitgliedern aus dieser Zeit: Fritz Hengstenberg, Otto Kayser, Rudolf Kayser, Waldemar Kayser, Paul Funke, Helmut Beyer, Willi Machelett, Wilhelm Weber, Wilhelm Funke, Alfred Schenke, Erich Kozopa und Walter Funke. Die erste CP-Gruppe hielt sich bis zur allgemeinen Auflösung der Jugendverbände 1933/1934 unter dem Einfluss der Nationalsozialisten.

Es kam zu einer Zwangspause, die bis 1951 dauern sollte. In diesem Jahr machten als erste Evingser Jungen Friedrich Hengstenberg und Horst Platthaus Bekanntschaft mit dem CP-Stamm Martin Luther in Altena, dessen Stammesführer (Sprecher) Udo Fiebig war. Weitere entscheidende Jahre waren 1954, 1956 und 1959. Horst Platthaus war 16 Jahre alt, als er 1954 dank des großen Interesses aufseiten der Evingser Jungen eine Pfadfinder-„Sippe“. Das ist noch kein selbstständiger Stamm. Man gab sich den Namen „Elche“ und gehörte weiter zum Stamm Martin Luther in Altena.

 „Was fehlte, war ein Kreuzpfadfinder, denn nur ein solcher konnte Stammesführer, also Sprecher, werden“, berichtet Hans Gerd Mosch, der 1974 Sprecher wurde und seit zehn Jahren wieder in diesem Amt fungiert. 1956 fanden die Pfadfinder heraus, dass Otto Kayser schon vor dem Krieg Kreuzpfadfinder gewesen war. Kayser erklärte sich bereit, Stammesführer zu werden, sodass die Evingser Gruppe als Stamm selbstständig werden konnte. Man gab sich den Namen Ulrich von Hutten.

 1959 übernahm dann Wilfried Kayser die Funktion des Stammesführers. Noch einmal zurück in die Gegenwart, ins Jahr des 90-jährigen Bestehens.

Hans Gerd Mosch leitet die Evingser Pfadfinder heute gemeinsam mit Dennis Rudewig. Es gibt 52 eingetragene Mitglieder in vier Gruppen. Altersmäßig gestaffelt handelt es sich um die Kinderstufe, die Pfadfinderstufe (Jungpfadfinder und Pfadfinder) sowie um Ranger und Rover.

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