Evingser Osterfeuer durfte nicht brennen

Das kleine Feuer für die große Feier des VfB.

ALTENA ▪ Nach einer weiteren Ortsbegehung am Samstagvormittag stand fest: Das Evingser Osterfeuer bleibt aus. „Ärgerlich ist das“, so Martin Kayser, Abteilungsleiter der veranstaltenden TSE Handballlabteilung. Dennoch sei die Entscheidung richtig und gut gewesen, räumte er ein.

Feuerwehr und Ordnungsamt hatten den Veranstaltern nahe gelegt, das Feuer aus Brandschutzgründen ausfallen zu lassen. Trotz strenger Sicherheitsmaßnahmen sei das Risiko eines Waldbrandes auf dem von Wald umsäumten Schützenplatz zu hoch. Die Alternative, ein deutlich kleines Feuer, sei zeitlich nicht mehr machbar gewesen, erklärte Kayser. Deswegen mussten die Evingser auf ihr Feuer verzichten. „So etwas gab es noch nie“, sagte Kayser.

Doch die trotz alledem zahlreichen Besucher trugen es mit Fassung. Auch wenn sich ersten Moment Enttäuschung breit machte, gefeiert wurde trotzdem. „Ein Evingser braucht kein Feuer. Der braucht nur Geselligkeit und kühle Getränke“, erklärte Martin Kayser. Trotzdem dämpfte das fehlende Feuer natürlich die Stimmung.

Ganz anderes sah es am Pragpaul aus. Die Jugendabteilung des VfB hatte Glück. Ihr Osterfeuer durfte wie geplant entzündet werden. Sogar ohne im Vorfeld die Solarkollekoren auf dem Dach der Sauerlandhalle abzudecken. Wieder einmal wurden die Veranstalter ihrem Motto „Kleines Feuer, große Feier“ gerecht. Zahlreiche Besucher tummelten sich am Reinecke-Stadion und feierten beim besucherstärksten Altenaer Osterfeuer bis tief in die Nacht. Allerdings war das Holz so trocken, das schon nach kurzer Zeit ein Großteil des Feuers heruntergebrannt war. Immer wieder mussten Äste nachgelegt werden, um es am Brennen zu halten.

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Osterfeuer in Altena

Rainer Rudewig, Jugend-Geschäftsführer des VfB, zeigte sich mit der Resonanz zufrieden. Befürchtungen, dass wegen der vielen abgesagten Osterfeuer weniger Gäste kämen, hätten sich nicht bewahrheitet.

Ein weiteres Feuer gab es am Oberen Ardeyweg. Dazu hatte der TuS Mühlenrahmede eingeladen. Zwar musste auch der Verein besondere Brandschutzauflagen einhalten und das Feuer kurzerhand auf „das Allerheiligste“, also den Sportplatz verlegen, doch konnte das Osterfeuer wie geplant entzündet werden. „Ein gutes Feuer ist nicht durch die Größe, sondern die Dauer bestimmt“, erklärte der Vorsitzende des TuS, Rainer Rahmede. So wurde in gemütlicher Runde gefeiert. Dabei sorgte DJ Thomaso Rullo in den Abendstunden für Stimmung. Als besonderes Highlight hatte der TuS Rahmede in Eigenregie eine Torwand gebaut. Beim Torwandschießen konnten Kinder und Erwachsene tolle Preise gewinnen.

In Evingsen muss das aufgeschichtete Holz jetzt entsorgt werden. „Jeder der will, kann sich gerne Brennholz abholen“, rief Martin Kayser zur doppelt nützlichen Mithilfe auf. ▪ ch

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