Evingser nehmen Abschied: Schalke-Schal für Pallmann

ALTENA ▪ „Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Seegen! – mit diesem Lied verabschiedete sich die evangelische Gemeinde in Evingsen von Pfarrer Ernst Pallmann

. Drei Dinge könne man über den scheidenden Seelsorger sagen, so Superintendent Albert Henz, der den Gottesdienst gemeinsam mit Laienprediger Rolf Kaemper gestaltete: „Er ist nicht weit weg von uns, er ist praktisch begabt und steht mitten im Leben. Er hat es verstanden, den Kindergarten aus einem „Dornröschenschlaf“ zu wecken und hat mit seinem Engagement die Gemeindearbeit vorangebracht. Und er ist ein streitbarer Mann, er hat Diskussionen in Gang gebracht.“

Pallmann bezog sich in seiner Predigt auf die Losungen der Kirchentage, die ihn in der Vergangenheit spirituell begleitet haben. Mit der Losung des Kölner Kirchentags 2007 „Lebendig und kräftig und schärfer“ ging er auch auf den rauen Wind ein, der ihm in Evingsen so manches mal entgegen kam. Was Worte bewirken können, habe auch er zu spüren bekommen. Gelernt habe er daraus folgendes: „Schau nicht zuerst auf die Botschaft, sondern schau dir den Boten an.“

Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus gab es aber keinen Blick zurück im Zorn, sondern Ausblicke in eine farbenfrohe Zukunft des Pastorenehepaares. Abordnungen von Vereinen und Gruppen aus der Gemeinde verabschiedeten sich mit Worten und Präsenten von Pallmann, der fast neun Jahre in Evingsen tätig war.

Kirchenkreismusikdirektor Gotthard Gerber hatte unter anderem einen weißen Blumenstrauß dabei, weiß wie die Farbe Christi.

Grün dagegen ist die Farbe der Schützen und eine Schützenmütze überreichte Hauptmann Dieter Bernhardi, die Pallmann auf lautstarken Wunsch der Anwesenden sofort aufprobieren musste.

Natürlich wurde dem gebürtigen Dortmunder auch ein gelb-schwarzer Borussenschal zum Abschied geschenkt. Aber da er an seiner neuen Pfarrstelle geografisch gesehen „Schalke im Rücken“ habe, überreichten ihm ehemalige Konfirmanden auch einen Schal in den Schalkefarben blau-weiß sowie ein kleines Schalke-Halstuch für Dackel Benz.

Kirchmeisterin Helga Mosch hatte als Abschiedspräsent der Gemeinde zwei Bilder des Altenaer Künstlers Antek dabei und schon mal vorab einen Besuch in einer Zeche der neuen Heimat Gelsenkirchen für ihren ehemaligen Chef organisiert. Das Kindergartenteam verabschiedete sich in bunter Verkleidung und lauter Musik mit einem Rap von „Dem Mann, der sonntags nie kann.“

„Siehe, es war gut!“ – so beendete Pallmann den offiziellen Teil und eröffnete das Büfett für die Gaste.

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