Drahtrollenweg soll als Leader-Projekt angemeldet werden

Die alte Drahtrolle Hurk zieht immer wieder Besucher aus nah und fern an.

Altena - Wenn am kommenden Mittwoch in Finnentrop die für das Förderprogramm „Leader“ vorgesehenen Projekte vorgestellt werden, dann ist auch eins aus Evingsen dabei: Der dortige Heimatverein will den Hurk deutlich aufwerten.

Die historische Drahtrolle, die einst im Zusammenhang mit der Sanierung der Springer Quelle restauriert wurde, ist in die Jahre gekommen. Friedrich-Wilhelm Klinke, der Vorsitzende des Heimatvereins, berichtet von Holzwurmbefall an einigen der historischen Maschinen und davon, dass die Didaktik des kleinen Industriemuseums einer Überarbeitung bedürfe.

Vor allem aber plant der Heimatverein, das Kleinod an der Quelle in einen Kontext zu stellen. Nirgendwo sonst seien  noch so viele Zeugnisse der historischen Drahtherstellung erhalten wie im Springer Tal, erläutert Klinke. Von den zwölf Drahtrollen, die es dort einmal gegeben habe, seien sieben als Gebäude noch erhalten. Die meisten würden heute als Wohnhaus genutzt.

Ein „Drahtrollenweg“ soll zum Spaziergang zu diesen Zeugnissen früher Drahtgeschichte einladen – eine Idee, die die Evingser Heimatfreunde sowohl mit dem Drahtmuseum als auch mit Wasser-Eisen-Land, dem Bündnis südwestfälischer Technikgeschichte, abgestimmt haben. Gedacht ist daran, im Springen zum Beispiel mit Hilfe von Schautafeln Erläuterungen zur Industriegeschichte zu geben,

Dabei soll es nicht nur um das Thema Draht gehen: In dem Tal findet sich auch noch der ein oder andere Hinweis auf die Iserlohner Kleinbahn, die im Springen ein Gleis für den Güterverkehr betrieb.

Ihre Vorstellungen werden die Evingser am Mittwoch einem größeren Publikum präsentieren, bevor die Bewerbung mit dieser und anderen Leader-Ideen am 16. Februar offiziell beim Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in Düsseldorf abgegeben wird.

von Thomas Bender

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