Hollstein bekommt Post aus Evingsen

Zur Koordination des Protestes gegen eine mögliche Schulschließung trafen sich jetzt einige Evingser. Foto: Sasuer

ALTENA -  Wie bereits während der Protestaktion am Wahlsonntag angekündigt, folgen in Evingsen weitere Aktionen für den Erhalt der Grundschule. Dazu trafen sich jetzt einige Evingser – und zwar nicht nur Eltern von Kindern, die derzeit die Grundschule besuchen – um das weitere Vorgehen zu planen.

Mit dem Verkauf von Postkarten wollen sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen soll so Geld für den Förderverein gesammelt werden, um z.B. die Sanierung der Heizungsanlage in der Grundschule zu unterstützen. Zum zweiten soll mit den Karten der Protest der Evingser ausgedrückt werden.

Diese Karten liegen ab heute nicht nur im Landmarkt, dem Geschäft von Rainer Kowitz und der Mühlen- Apotheke aus: Auch die Praxen von Raimund Sonnenberg und Marco Kauert, die Firmen Pleuger sowie das Team Hell und Schulte in Ihmert, das Gemeindebüro der evangelischen Kirche, das Bürgerzentrum auf dem Nettenscheid, die Gaststätten Elfenfohren und Mayweg und auch „Inne Schledde“, die ab November wieder ihre Türen öffnen wird, unterstützen diese Aktion und bieten die Karten zum Verkauf an. Auch in der Grundschule und im Kindergarten werden sie erhältlich sein. Zwei Euro kostet eine inklusive Porto. Davon gehen 1,55 Euro direkt an den Förderverein.

Gewünscht ist, dass diese Karten von Evingser Kindern bemalt oder von den Eltern mit einem Kommentar beschriftet an den Bürgermeister geschickt werden. Im letzten Jahr, während der ersten Protestwelle, sind mehr als 1000 Unterschriften pro Grundschule gesammelt worden. Nun hoffen die Verantwortlichen, mindestens die gleiche Anzahl Karten verkaufen zu können.

Ein Gespräch, das Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein mit den Einwohnern Evingsens führen wollte, steht noch aus.

Auslöser des Protestes der Evingser ist ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten über die Situation der Grundschulen. Es kommt zu dem Ergebnis, dass angesichts der zu erwartenden Entwicklung der Schülerzahlen eine Grundschule geschlossen werden sollte. Aus Sicht der Gutachter bietet sich dafür die in Evingsen an, was man im Dorf natürlich ganz anders sieht. 

von Silvia Sauser

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