Schülermangel ist Altenas Problem

Mehr als 180 Evingser kamen gestern Abend in den ev. Gemeindesaal und diskutierten rege mit. Foto: Bonnekoh

ALTENA - Parkplätze rund um das evangelische Gemeindehaus Evingsen waren Montagabend, 3. Februar, ab 18.30 Uhr Mangelware. Stühle im Innenraum auch. Bis ins Foyer standen Frauen und Männer des Stadtteils, um über die Grundschulproblematik zu sprechen und zu diskutieren. Knapp 180 waren es wohl am Ende – und viele davon redeten sich ihren Frust von der Seele.

Die Informationsrunede hatte in Anwesenheit von Schulrätin Sabine Stahl der Bürgermeister eröffnet. Er hatte seinen Kämmerer Stefan Kemper und Schulabteilungsleiter Rüdiger Schwerdt mitgebracht. Den größten Teil des Rede-Abends aber bestritt Wolf Krämer-Mandeau von der Projektgruppe Bildung und Region. Was er an Zahlen, Daten, Fakten und Wahrheit zu aktuellen und künftigen Schülerzahlen in der gesamten Stadt noch einmal mit ruhiger Stimme, vielen Folien und Engelsgeduld vorstellte, war für viele nichts Neues.

Neu war allerdings, dass etwa Bürger wie Matthias Rentrop und andere den Fokus der Diskussion nach diesen kaum zu widerlegbaren Fakten auf das pädagogische Modell des „jahrgangsübergreifenden Unterrichts“ oder die Möglichkeit „Verbundschule“ lenkten und richteten.

Hollstein, Stahl und nicht zuletzt Krämer-Mandeau nahmen das auf, beleuchteten die Modelle und Möglichkeiten. Allein seien sie im Grunde nichts als „Strohhalme“ und eben kein beständiges Gerüst, auf dem die künftige Schullandschaft der gesamten Stadt stehen könne. Der Gutachter meinte gar, Modelle dieser Art könnteten die Stadt spalten. Und der Bürgermeister machte deutlich, dass ein jahrgangsübergreifender Unterricht nicht „vom Rat angeordnet werden kann. Das ist Sache der Schulkonferenz, also der Lehrer und Eltern. Am Ende – und das hatte schon zu Beginn der Bürgermeister gesagt, standen die nackten, realen Schülerzahlen weiter unerschütterlich im Raum: Es gibt zu wenig Kinder in Altena, Evingsen, Dahle. - von Johannes Bonnekoh

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