Es muss sich was ändern am Rahmeder Friedhof

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Pfarrer Brinkmeier erläuterte, welche Veränderungen geplaant sind  

Altena – Zwei neue Urnenbegräbnisstätten werden auf dem Friedhof der evangelischen Kirchengemeinde Rahmede eingerichtet. Auf dem bestehenden Feld ist nicht mehr genug Platz, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Ein Novum in diesem Zusammenhang ist das Urnen-Wahlgrab - auch als Doppelfeld. .

Zu Lebzeiten fragen sich immer mehr Menschen, wer ihr Grab pflegen soll, wenn keine Familienangehörigen vor Ort oder dazu bereit sind. Auch deshalb ist die Urnenbestattung immer öfter erste Wahl, weil sie mit weniger Pflegeaufwand verbunden ist. Auch die Kostenfrage für Bestattungen werde heute viel öfter und direkter angesprochen, erklärte Pfarrer Thorsten Brinkmeier am Sonntag in der Gemeindeversammlung, die sich in erster Linie mit dem Friedhof beschäftigte.

 Neben der Errichtung der beiden neuen Urnenfelder wird bald die Sanierung der unwegsamen Friedhofstreppe angegangen, die aufgrund ihres schlechten Zustands schon manchen Trauerzug erschwert hat. Zudem startet die Kirchengemeinde bereits jetzt mit einem Langzeitprojekt: Die Verkleinerung der Gesamtfriedhofsfläche. Grund dafür ist, dass die Bestattungsanzahl abgenommen hat. Mit Rücksicht auf bestehende Rechte wird die Fläche innerhalb der nächsten 30 bis 40 Jahre komprimiert, indem neue Grabstätten nur noch im vorderen Teil und nicht mehr im hinteren vergeben werden.

Zudem wird der Friedhof für Maschinen und Geräte zugänglich gemacht, damit Friedhofsgärtner Jörn Genster und sein Team künftig sämtliche Gräber mit mechanischer Unterstützung ausheben können. Auch sämtliche Rasenflächen werden mit maschineller Hilfe gemäht, was auch ein Grund dafür ist, dass auf den Rasengräbern keine Platten angebracht werden, um die genauen Liegeorte der Verstorbenen zu kennzeichnen. „Solche Platten würden bei der Pflege des Rasens kaputt gehen“, erklärte Genster.

Diese Fläche  wird demnächst für Urnengräber genutzt.  

Manche Angehörige bedauern es heute, dass eine namentliche Kennzeichnung auf der Ruhestätte selbst fehlt und lediglich Namensschilder an der dafür vorgesehenen Stele angebracht sind. Deshalb auch der Appell von Pfarrer Thorsten Brinkmeier an die Gemeindemitglieder: „Sprechen Sie mit ihren Angehörigen und machen Sie sich Gedanken darüber, welche Bestattungsform gewünscht ist. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und wir als Gemeinde stehen Ihnen jederzeit beratend zur Seite.“ Auch Dauergrabpflegeverträge können über das Gemeindebüro vermittelt werden und ein Kontakt zur Bestattungsvorsorge hergestellt werden. „Man kann zu Lebzeiten alles regeln, so dass Angehörigen keine Kosten mehr entstehen. Selbst, wenn das Bestattungsinstitut nicht mehr existiert, bleibt das eingezahlte Geld erhalten“, erklärte Brinkmeier.

 Den Friedhof selbst sieht der Pfarrer als Ort für die Lebenden, die sich dort an ihre Lieben erinnern können und wo das christliche Verständnis des ewigen Lebens einen Platz hat. Brinkmeier bietet auch Aussegnungen an, wenn Verstorbene vom Sterbebett zum Bestattungshaus überführt werden. „Sprechen Sie mich bitte auch auch darauf an. Wir sind Gemeinde und lassen Sie mit dem komplexen Thema Tod nicht allein.“ Weitere Themen der Gemeindeversammlung waren Personalien und der Stand der Dinge am Gemeindehaus: Das Nachbargebäude der Kirche wird in Kürze so stabilisiert, dass es den Bodenabsenkungen des Grundstücks standhalten kann. Innen ist das Gemeindebüro renoviert und eingerichtet worden, wo Gemeindeseketärin Anja Cemberecki nun eingezogenist. Und die neue Vikarin Katjana Pogorzelski nutzte die Gelegenheit, sich noch einmal persönlich vorzustellen.

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