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Europawahl: Das kam dem Wähler in Altena komisch vor

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Von: Thomas Bender

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Bei der Europawahl gab es Kurioses am Rande.
Bei der Europawahl gab es Kurioses am Rande. © dpa

Altena - Ein Wohllokal im Wortsinn, das eigentlich keins sein sollte und zwei Wahlbezirke in einem Raum: Das wunderte die Wähler in Altena.

Wahl-„Lokal“ hat nichts mit einer Gaststätte zu tun. Darauf legt der Landeswahlleiter seit 2010 Wert. Seitdem soll grundsätzlich in Gaststätten nicht mehr gewählt werden. 

Auch deshalb droht bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr dem Wahllokal Spelsberg auf Großendrescheid das Aus. Ob das benachbarte Feuerwehrgerätehaus eine Alternative ist, ist fraglich. 

Frage nach Wahlgeheimnis

Auf Großendrescheid gibt es nämlich auch Probleme mit der Zahl der abgegebenen Stimmen. 55 Wähler machten dort am Sonntag ihr Kreuzchen. Ob bei so wenigen Wählern das Wahlgeheimnis noch gewahrt ist, bleibt zu diskutieren. 

Zwei auf einen Streich: In der Grundschule in Breitenhagen saßen die Wahlhelferteams von zwei Bezirken in einem Raum.
Zwei auf einen Streich: In der Grundschule in Breitenhagen saßen die Wahlhelferteams von zwei Bezirken in einem Raum. © Bender

Deutlich mehr Stimmen – nämlich 474 – wurden anlässlich der Europawahl 2019 in der Grundschule Breitenhagen ausgezählt, und zwar von gleich zwei Wahlvorständen. Solch eine doppelte Besetzung fanden die Wähler auch in der Grundschule Evingsen vor, im Mühlendorf liegen die Wahllokale Gemeindezentrum und Grundschule nur 100 Meter auseinander. 

Keine Zusammenlegung

Macht es da nicht Sinn, sie zusammenzulegen? Nein, meint der Bürgermeister und Wahlleiter. Jedem Wahllokal ist nämlich ein Stimmbezirk zugeordnet. Beispiel Breitenhagen: Im Wahllokal 140 wählen die Bürger des oberen Breitenhagen, Wahllokal 131 ist für den unteren Breitenhagen zuständig. 

Hier gibt es das Wahlergebnis für Altena auf einen Blick

Das ist bei Kommunalwahlen wichtig, weil es sich dann um unterschiedliche Wahlbezirke mit unterschiedlichen Kandidaten handelt. „Wir haben die Stimmbezirke bewusst so gelassen, wie sie bei Kommunalwahlen sind, weil wir befürchten, dass es sonst bei den Wählern zu Irritationen kommen könnte“, argumentiert Dr. Andreas Hollstein. 

In Nachrodt macht man das anders: Dort gibt es bei Landtages-, Bundestags- und Europawahlen deutlich weniger Wahllokale als bei Kommunalwahlen. Am Sonntag konnte nur an sechs Stellen gewählt werden.

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