Europawahl: Altena im Deutschlandtrend - SPD verliert, Grüne gewinnen

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Altena - Die Europawahl in Altena bildet das bundesweite Ergebnis ab: Die Grünen gewinnen massiv, die SPD verliert knapp 15 Prozent. Doch eines blieb der SPD in Altena erspart.

Auch in Altena hat sie SPD bei der Europawahl erheblich an Stimmen eingebüßt – 21,5 Prozent der Stimmen bedeuten im Vergleich zur Europawahl 2014 einen Rückgang von fast 14,7 Prozent. 

Allerdings blieb ihr die Schmach erspart, die sie in Bund und Land erleben musste: In Altena bleibt die SPD zweitstärkste Partei, obwohl die Grünen massiv zulegten. „Auf jeden Fall ist das Wahlergebnis pro Europa. Das ist positiv“ – so kommentierte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein das Stadt-Ergebnis, das um 19.17 Uhr vorlag. 

Er meinte damit die Tatsache, dass sich 75 Prozent der Altenaer Wähler für CDU, SPD, Grüne und FDP entschieden und damit für Parteien, die ein klares Bekenntnis zu Europa abgeben. 

AfD kann nicht punkten

Die AfD brachte es auf 10,2 Prozent, das ist im Vergleich zur letzten Bundestagswahl ein leichter Rückgang. Im Vergleich zur Europawahl 2014 legte sie in der Burgstadt 4,5 Prozent zu. Das ist etwas mehr als im Bundesdurchschnitt. 

Interessant auch ein Blick auf die „sonstigen“ Parteien, die es auf insgesamt 10,9 Prozent brachten. Immerhin 2,2 Prozent der Altenaer Wähler machten ihr Kreuz bei der Tierschutzpartei. „Die Partei“ brachte es auf 2,1 Prozent. Diese Gruppierung wurde von Redakteuren des Satiremagazins Titanic gegründet, in ihrem Wahlprogramm fordert sie unter anderem, Managergehälter an die BH-Größe zu koppeln. 

Grüne liegen vorn

Als die Ergebnisse aus den ersten Wahllokalen eintrudelten, lagen die Grünen zunächst vor der SPD. Es gab sogar Wahllokale wie den Stadtpavillon und die Freie ev. Gemeinde in der Rahmede, in denen die Grünen CDU und SPD hinter sich ließen. Auf dem Nettenscheid lagen sie mit der CDU gleichauf. 

Das Blatt wendete sich erst dann zugunsten der SPD, als die Ergebnisse aus den fünf starken Briefwahlbezirken in das Gesamtergebnis einflossen, in denen die SPD ausnahmslos deutlich besser abschnitt als die Grünen. 

Wenige Wahllokale, in der SOD vorne liegt

Dafür gibt es verschiedene Erklärungsmöglichkeiten. Denkbar ist, dass Briefwähler im Schnitt älter sind und deshalb eher nicht grün wählen. Es kann aber auch sein, dass die Stimmung erst in den vergangenen gegen die SPD kippte und die meisten Briefwähler da ihre Kreuzchen schon gemacht hatten. 

In der ehemaligen SPD-Hochburg Altena gibt es nur noch einige wenige Wahllokale, in denen die SPD die Nase vorn hat. Dazu zählte die Grundschule Breitenhagen, das Feuerwehrgerätehaus Dahle und die Sekundarschule in der Nette. Auch im Gemeindezentrum Mühlendorf war die SPD stark, es folgten CDU und AFD, die nahezu gleichauf lagen. In anderen Stimmbezirken sind Grüne und die AFD gleich stark. Das gilt für das Caritas-Haus, wo beide auf 11,43 Prozent kamen und die Mosaikschule an Drescheider Berg (jeweils 17,53 Prozent). 

Die Appelle, zur Wahl zu gehen, haben offenbar gefruchtet: Die Wahlbeteiligung lag mit 57,4 Prozent etwa sechs Prozent höher als 2014.

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