Grüne Gefahr an der Straße: Etliche Bäume müssen weg

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Holz am Haken: An der Ihmerter Straße werden derzeit etliche Bäume gefällt.

Altena - Das Eschentriebsterben greift in Altena um sich. Etliche Bäume drohen in Evingsen auf die Ihmerter Straße zu fallen. Darum werden sie derzeit gefällt. Das hat Folgen für den Verkehr.

Noch bis zum Wochenende laufen Gehölzpflegemaßnahmen entlang der L 236 (Ihmerter Straße) am Ortsausgang von Evingsen. Im Auftrag von Straßen.NRW führt ein Unternehmen Fällarbeiten im Hang durch. 

Da die betroffenen Bäume zwar hinter den Leitplanken, aber dennoch sehr nah an der Straße stehen, wirkt sich das auch auf den Verkehrsfluss aus. 

Um effektiv arbeiten und gleichzeitig die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer während der Fällarbeiten gewährleisten zu können, ist die Straße täglich von 7 bis 16 Uhr nur halbseitig befahrbar. Baustellen-Ampeln sorgen dafür, dass es sowohl in Richtung Altena als auch in Richtung Hemer-Ihmert nicht zu allzu langen Wartezeiten kommt. 

Eschen mit massiven Schäden

Nötig geworden ist die Maßnahme, weil Baumkontrolleure der Außenstelle Iserlohn von Straßen.NRW massive Schäden an vielen Eschen festgestellt haben, die im Hang stehen.

„Das Eschentriebsterben hat den Raum Altena voll erreicht. Viele Bäume, die wir jetzt maschinell entfernen, sind nicht mehr standsicher“, sagt der Maschinenführer vor Ort. Die geschlagenen Bäume werden zum größten Teil abtransportiert. Ein kleiner Teil bleibt aber vor Ort im Hang, wo es als Totholz oder zu Reisighaufen gestapelt Pilzen, Pflanzen, Insekten und Vögeln einen neuen Lebensraum bieten soll. 

Holz wird zu Biomasse

Straßen.NRW weist darauf hin, dass der weitaus größte Teil des geschlagenen Evingser Gehölzes jedoch weiterverwertet wird. Sowohl als gehäckselte Biomasse, die energetisch genutzt wird, oder als Holzwerkstoff. Eher ausgeschlossen sei die klassische Nutzung als Brennholz. Das geschehe nur in ganz geringem Umfang. 

Andreas Berg, Sprecher von Straßen.NRW, bittet die Verkehrsteilnehmer bis zum Wochenende um Verständnis und Geduld. „Wir sind verpflichtet, aus Verkehrssicherungsgründen tätig zu werden.“ Leider, das räumte er ein, habe man es versäumt, vor Beginn der Baumpflegearbeiten die Öffentlichkeit über die Baustelle auf der viel befahrenen Straße zu informieren. 

Turnusmäßige Kontrollen

Eine Anzahl, wie viele Bäume jährlich entlang von Landstraßen wie in Evingsen gefällt werden, kann Straßen.NRW nicht nennen. Gepflegt werden – sollten nicht wie in Evingsen gravierende Sicherheitsaspekte ein sofortiges Eingreifen nötig machen – Landstraßenränder „turnusmäßig etwa alle drei bis fünf Jahre".

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