ESBK: Schließung bringt Vorteile

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Von links: Schulleiter Ulrich Fröndhoff und Manfred Fischer, Regiebetriebsleiter Gebäudemanagement, planen bereits die Schließung des ESBK. In der ersten Woche der Sommerferien wird ein Umzugsunternehmen das Mobiliar abholen.

Altena - Es ist sicher kein Alltagsprojekt und auch wenn der Schritt Lehrern und Schülern schwerfällt – die Entscheidung, das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg (ESBK) am Standort Altena zu schließen, ist richtig, sagt Schulleiter Ulrich Fröndhoff.

Die Zentralisierung nach Halver bringt einige Vorteile mit sich: Vor allem das Kursangebot, und somit die Möglichkeiten für die Schüler, könne auf Dauer verbessert werden. „Wir sind schon traurig, dass die Schule hier geschlossen wird“, sagt Fröndhoff. 

Vor allem einige langjährige Lehrer hätten seit jeher in Altena gearbeitet. „Es ist anders aber nicht mehr darstellbar“, betont der Schulleiter weiter. Immerhin könne durch den Zusammenschluss ein besseres Angebot geschaffen werden. 

Angebot wächst mit der Zahl der Schüler

Denn: Erst durch eine gewisse Klassenstärke könnten Differenzierungskurse, ein besseres Fremdsprachenangebot und AGs zustande kommen. Nun gilt es erst mal, den Übergang bestmöglich zu gestalten und den Altenaer Schülern die Umstellung so einfach wie möglich zu machen. „Das klappt zum Glück sehr gut“, sagt Fröndhoff. 

Der Schließungsprozess gehe in enger Absprache mit dem Kreis bestens voran und die Kooperation mit dem Schulstandort in Halver lobt er besonders: „Wir mussten zum Beispiel ein neues Raumkonzept erstellen – das funktioniert wirklich gut.“ In Zukunft soll eventuell sogar der Busfahrplan angepasst werden. 

"Lenne-Klasse" wird eingerichtet

Und weil der Unterricht am Kolleg in Halver bereits um viertel nach sieben am Morgen beginnt, haben die Verantwortlichen eine spezielle „Lenne-Klasse“ eingerichtet. „Die ist für die höhere Handelsschule und geht etwas später los, damit die Schüler nicht schon um fünf Uhr das Haus verlassen müssen“, erklärt Fröndhoff. 

Bevor das alles in die Wege geleitet wird, muss das ESBK in Altena jedoch erst geschlossen werden. Und das heißt: Kartons packen, sortieren, das Archiv verlagern und Möbel schleppen. „Das Umzugsunternehmen kommt in der ersten Woche der Sommerferien“, weiß der Schulleiter. Bis dahin muss alles verstaut sein. „Wir arbeiten hier schon inmitten von Umzugskartons.“ 

"Das sind immerhin auch Steuergelder"

Das Mobiliar wird übrigens zu einem großen Teil nach Halver transportiert. „Wir haben eine Bestandsaufnahme gemacht. Sehr viele Möbel sind noch recht neu und gut in Schuss“, sagt Fröndhoff. Etwa 400 Tische, mehr als hundert Stühle und jede Menge technische Geräte werden ältere Möbel in Halver ersetzen. „Das sind immerhin auch Steuergelder, das ist nicht unwichtig.“ 

Das restliche Mobiliar wird voraussichtlich in anderen Schulen untergebracht und gespendet. Was in Zukunft mit dem leer stehenden Gebäude passiert, entscheidet sich womöglich in der Sitzung des Kreistags im Juli. 

„Das ist dann für uns entscheidend“, sagt Manfred Fischer, Regiebetriebsleiter Gebäudemanagement. Vorerst sichere ein Bauzaun das Gebäude. Die Arbeiten könnten aber noch in diesem Jahr beginnen.

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