Zu erwartende Einbußen durch Höhergruppierungen kompensieren

SPD: Klare Worte zur Feuerwehr

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Das Thema Feuerwache und Organisation der Wehr bleibt aktuell.

Altena - „Brandheiß“ werde das Thema Feuerwehr im kommenden Jahr sagte Ulrich Biroth in seinem Statement zum Haushalt und meinte damit den Brandschutzbedarfsplan und die damit verbundene Frage, wie die Feuerwache demnächst organisiert ist.

Interessant: Neben dem Vertreter der sozialen und demokratischen Alternative befasste sich nur Uwe Janson von der SPD konkreter mit diesem Thema, das nach AK-Informationen vor allem bei den hauptamtlichen Kräften der Wehr für Unruhe sorgt.

Uwe Kober (CDU), selbst aktiver Feuerwehrmann, klammerte es komplett aus. Er erwähnte lediglich bevorstehende Neuanschaffungen für die Wehr. Oliver Held lobte deren gute Nachwuchsarbeit und betonte, das neue Brandschutzkonzept sei kein Sparkonzept.

 Wirklich Greifbares zu den zu erwartendenden Veränderungen kam aber nur von Janson. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende verwies auf Diskussionen in der Nachbarstadt Lüdenscheid, wo Stellen auf der Feuerwache nicht besetzt werden können, weil anderswo besser gezahlt werde. Ähnliches gelte offenbar auch für Altena, sagte Thorsten Janson mit Hinweis darauf, dass die Stadt seit Monaten erfolglos versuche, eine freie Stelle auf der Rettungswache zu besetzen. Janson wies dann darauf hin, dass sich für die hauptamtlichen Feuerwehrleute ein Wachenmodell „4 + 2“ abzeichne.

Das bedeutet, dass tagsüber sechs Einsatzkräfte zur Verfügung stünden, nachts und an Wochenenden aber nur noch zwei. Bei der Realisierung dieses Plans „werden die Kollegen mit Einbußen zu kämpfen haben. Aufgrund der Umstellung von 24 Stunden-Diensten in Tagdienste entfallen Schichtzulagen“, erklärte Janson und versicherte: „Hier wird sich unsere Fraktion dafür einsetzen, dass die Einbußen durch eine Höhergruppierung kompensiert werden. Alles andere machen wir nicht mit“ – sicherlich Worte, die man auf der Wache gerne hört.

Janson erinnerte an die großen Einsätze der Wehr in diesem Jahr: Dabei habe „ unsere Feuerwehr Herausragendes geleistet. Hervorzuheben war hier natürlich der Großbrand am Wixberg. Auch die vielen kleineren Waldbrände im Bereich Mühlendorf, der Hausbrand in Evingsen oder zuletzt die brennende Gasleitung in der Nette haben gezeigt: Wenn unsere Wehr und die vielen freiwilligen Kräfte gebraucht werden, sind Sie da!“. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion ließ durchblicken, dass er und seine Fraktion in dieser Angelegenheit auch mit anderen Feuerwehren im Gespräch seien. Bei einem dieser Gespräche habe er die für ihn sehr erfreuliche Aussage „ich weiß nicht, wie die das in der Wache in Altena machen, aber da ist trotz allem ein toller Zusammenhalt unter den Kollegen“ gehört.

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