Gemeindespende für das Lutherhaus bringt über 10000 Euro / Neue Stühle

Gemeindespende bringt über 10.000 Euro

Sitzen derzeit Probe und freuen sich über eine große Spendenbereitschaft: Gemeindeglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Altena können selber darüber entscheiden, welcher Stuhl demnächst für das Lutherhaus angeschafft wird.

Altena - Die Evangelische Kirchengemeinde bedankt sich für die bisher höchste Gemeindespende: Seit Advent haben Gemeindeglieder und Förderer der Altenaer Protestanten über knapp 10 000 Euro zusammengelegt. Die Gemeinde hatte um einen freiwilligen Beitrag für die Anschaffung neuer Stühle im Lutherhaus gebeten.

Erstmals wurde damit mit der Spendenaktion, die seit 2008 regelmäßig für unterschiedliche Zwecke durchgeführt wird, ein fünfstelliger Betrag erzielt. Auch die Anzahl der einzelnen Spender lag mit 250 so hoch wie nie.

„Wir sind positiv überrascht und danke allen Spendern sehr herzlich“, freut sich Pfarrerin Merle Vokkert. „Wir merken, dass es den Menschen am Herzen liegt, dass unsere Gemeindehäuser auf einem guten Stand bleiben.“ Das sei kein Selbstzweck: „Wir schaffen hier Begegnung auch über die Gemeindegrenzen hinaus.“

Schön länger wird Probe gesessen: Verschiedene Stuhlmodelle standen in der Adventzeit zur Begutachtung bereit. Nun hat das Presbyterium drei Sitzgelegenheiten in die engere Auswahl gezogen. Die Gemeindeglieder können bis zum Sonntag, 22. Februar, auswählen und ganz basisdemokratisch über das Modell abstimmen, indem sie sich in eine Liste eintragen.

Mit dem gespendeten Geld sind bereits Zweidrittel der 100 neuen Stühle finanziert. Ohne die Spende wäre die Gemeinde nicht in der Lage, diese Anschaffung zu stemmen.

In den vergangenen Jahren waren die Kirchenmusik, ein Mehrgenerationenprojekt, eine Fotovoltaikanlage, ein religionspädagogisches Zirkusprojekt und die Außenbeleuchtung der Lutherkirche unterstützt worden.

„Viele zahlen treu ihre Kirchensteuer, und dafür sind wir sehr dankbar“, hatte Pfarrer Dr. Kehlbreier einmal zum Hintergrund der Aktion gesagt. „Aber wir sind auf zusätzliche Einnahmen angewiesen, um das Gemeindeleben so breit und bunt zu haben.“ fehlen in der Altenaer Kirchenkasse allein durch die demographische Entwicklung jährlich über 5000 Euro. Die Gelder der Landeskirche werden nach Gemeindegliederstärke verteilt, und hier verliert die Gemeinde durch Wegzug und Alterung rund 100 Gemeindeglieder im Jahr.

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