Erster Bauabschnitt der Burg Holtzbrinck soll Ostern abgeschlossen sein

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Den schönen Flur hinter dem ehemaligen Haupteingang kennt kaum einer. Demnächst geht es hier stilvoll zum Klo.

Altena - Vor der Schippe ist es dunkel – der alte Bauarbeiter-Spruch hat auch bei der Sanierung von Altbauten seine Berechtigung. Beim Umbau der Burg Holtzbrinck hat es bereits den ein oder anderen Rückschlag gegeben. Jetzt geht’s aber gut voran, Roland Balkenhol hofft, dass der erste Bauabschnitt um Ostern herum fertiggestellt sein wird.

Der Pianist Timur Gastratov kommt am 22. April nach Altena und könnte der erste sein, der in den Genuss der neuen Künstlergarderobe kommt – die alte war eine Zumutung. Sie schäme sich jedes Mal dafür, bekannte die ehemalige Kulturbeauftragte Barbara Langos schon vor Jahren. Die Toiletten der Begegnungsstätte waren ebenfalls in die Jahre gekommen und außerdem viel zu klein. Auch das ändert sich im Laufe der kommenden Monate. Die Installation ist so gut wie abgeschlossen, auch die Arbeit der Trockenbauer macht gut Fortschritte. Wo es jetzt zwei WC-Kabinen für Damen gibt, werden es im Bereich der ehemaligen Hausmeisterwohnung bald fünf sein.

Auf dem Weg zum Klo lernen Holtzbrinck-Besucher einen prächtigen Teil des Gebäudes kennen, der bisher eher ein Schattendasein fristete: Den Flur hinter dem eigentlichen Haupteingang, der seit der Sanierung in den 70er-Jahren nicht mehr als solcher genutzt wird. Er ist holzgetäfelt, eine prunkvolle Holztreppe führt ins Obergeschoss. Die LED-Lampen, mit denen diese Pracht demnächst illuminiert werde, seien bereits ausgesucht, berichtet Roland Balkenhol. Ein vorhandener Kronleuchter zieht um in den Vorraum der Toiletten.

In der ehemaligen Hausmeisterwohnung entstehen gerade neue Toilettenanlagen.

Wohin mit Stühlen, Tischen, Putzmitteln? Das war bisher in der Burg Holtzbrinck ein großes Problem. Beim Umbau wurden deshalb auf allen Stockwerken neue Lagerkapazitäten geschaffen – mit einigem Aufwand auch auf dem Dachboden.

Der ist sehr geräumig, aus Gründen des Brandschutzes darf dort aber eigentlich nichts gelagert werden. Deshalb wurden drei feuerfeste Kabinen geschaffen. Eine dient als Lager, in der anderen hängt die Brennwertheizung, die das komplette Gebäude beheizt und trotzdem kaum größer als ein Kühlschrank ist.

Viel mehr Platz nimmt der neue Lüftungsmotor ein, für den Kabine drei geschaffen wurde. „Dass der so groß sein muss,. das hätte ich auch nicht gedacht“, sagt Balkenhol und erklärt, dass die vorhandenen Rohre nicht erneuert werden mussten.

Die Heizung hängt auf dem Dachboden und bekam aus Gründen des Brandschutzes eine feuerfeste Einhausung.

Werden die Altenaer ihre Bürgerburg nach dem Umbau noch wiedererkennen? Das kann klar bejaht werden: Am Saal sowie am Blauen und am Kaminzimmer werden sich nur Kleinigkeiten ändern. Im Foyer (das dann Tenne genannt wird) gibt es etwas größere Umbauten.

Der Holtzbrinck-Haupteingang wird zur Gartenseite verlegt, weil dort ein barrierefreier Zugang geschaffen werden kann. Damit ist die Begegnungsstätte kein Durchgangsbereich mehr. Ihm wird der Cateringbereich angegliedert. Der wird so gestaltet und ausgestattet, dass an den Markttagen auch weiterhin eine Bewirtung durch Vereine erfolgen kann.

Der Zugang zur Bürgerburg erfolgt demnächst von der Gartenseite aus. Das hat viele Vorteile – unter anderem kann der Windfang hinter dem jetzigen Eingang verschwinden.

Der Bereich, in dem nach Ostern gebaut wird, ist der mit Abstand jüngste der Burg Holtzbrinck – er stammt von 1937. Schon deshalb rechne er für den weiteren Verlauf der Arbeiten nicht mehr mit größeren Überraschungen, sagte Balkenhol gestern.

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