Erster Auftritt auf der neuen Hangbühne: Verrückte Schweine und ein Wolf

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Die Theatermacher ließen die Schweine ohne Worte sprechen.

Altena – Premiere auf der neuen Hangbühne: Dort zeigten drei verrückte Schweine und ein Wolf am Weltkindertag, wie man am besten mit Angst und Vorurteilen umgeht.

Schweine grunzen, Wölfe heulen: Das lernten mehr als 120 Besucher der Waldbühne hinter dem Burggymnasium, als sie den Akteuren des Figurentheaters Hille Puppille am Weltkindertag am Freitag folgten. 

Denn die Protagonisten kamen ganz ohne „menschliche Laute“, also Sprache, aus. „Gewollt“, wie eine der Theaterspielerinnen sagte und anfügte: „Wir werden überall verstanden – erst unlängst sind wir in Mexiko aufgetreten. Die Sprache der Tiere, Gestik, Mimik und manchmal etwas fetzige Musik genügen, um Botschaften zu vermitteln.“ 

"Im Wald für gute Stimmung sorgen"

Am Weltkindertag hatte das Familienzentrum Altena, dem alle neun Kindertagesstätten angehören, zum Theater eingeladen. Anders als in den Vorjahren, wo es stets Großveranstaltungen in oder um die Burg Holtzbrinck gab, „wollen wir heute einmal im Wald für gute Unterhaltung sorgen. Nebenbei ist es die erste Veranstaltung auf dieser Bühne“, begrüßte Christiane Frebel als Koordinatorin die Gäste.

„Freut euch auf verrückte Schweine und einen noch verrückteren Wolf.“ Und so schallte das befreite Lachen von Kindern durch den Wald, hatten auch die Erwachsenen sichtlich Spaß am Mitgehen ihrer Kinder beim Geschehen auf der Bühne. 

Die Botschaft, die Hille Puppille mit Großfiguren, Musik und Pantomime-Bildern darbot, handelte von Ablehnung, Vorurteilen und Angst, drehte sich aber auch um Annäherung, Spaß und Lebensfreude. Mittendrin drei Schweinchen, die beim Durchstreifen der Gegend auf einen Haufen großer Kisten stoßen.

Angst vor dem gar nicht bösen Wolf

Sie beginnen mit den Behältnissen zu spielen, aus denen plötzlich ein Wolf steigt. Die Drei nehmen ihn spontan an, spielen mit ihm, gewöhnen sich an sein Heulen bis sie doch plötzlich die Angst vor dem unbekannten Tier mit den Riesenzähnen und -Pranken packt. 

Da kommen die Kinder ins Spiel, die rufen, schreien, gestikulieren, weil sie längst erkannt haben, dieser Wolf ist lieb und hat jede Chance verdient. Am Ende steht, wie sollte es anders sein: Dieser Wolf ist überhaupt nicht böse.

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