Die ersten Bufdis beenden ihren Dienst

Wer im Bundesfreiwilligendienst arbeitet heißt kurz: Bufdi

ALTENA - Ein Jahr Bundesfreiwilligendienst (BFD) – die ersten Bufdis sind fertig, ihre Arbeitgeber ziehen eine positive Bilanz.

Zum Beispiel Christa Kisser, die Leiterin des Ellen-Scheuner-Hauses: Sie hat in den vergangenen Monaten mehrere BFD-Teilnehmer beschäftigt und sich darüber gefreut, dass sich vor allem jüngere Menschen für die Arbeit in der Altenpflege interessierten.

Das stelle eine Bereicherung dar, und zwar für beide Seiten, meint sie. Als Beleg dafür führt sie auch an, dass sich mehrere Bufdis dafür entschieden, eine berufliche Laufbahn in der Pflege einzuschlagen und nach ihrem Freiwilligenjahr jetzt eine entsprechende Berufsausbildung begännen.

Auch Wolfgang Friess, als Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung auch für die Jugendpflege zuständig, kann über seine ersten Bufdis nicht klagen: „Das hat wirklich gut geklappt“. Sowohl im Jugendzentrum an der Lüdenscheider Straße als auch in der Begegnungsstätte auf dem Nettenscheid unterstützten sie die hauptamtlichen Mitarbeiter und Honorarkräfte. „Gut ist natürlich, wenn man die Leute vorher schon kennt und weiß, wen man da einstellt“, sagte Friess auf Anfrage. Deswegen bemühe man sich, unter der Juz 29-Besuchern oder auch bei den Honorarkräften potenzielle Bufdis zu aquirieren.

Damit haben im Moment wowohl Christa Kisser als auch Friess ihre Probleme: Der erste Schwung von Bufdis ist fertig, Nachfolger sind nicht in Sicht: „Wir suchen noch“, bestätigten beide. Ein Grund für die mangelnde Nachfrage könnte sein, dass weder die Plätze bei der Stadt noch die im Ellen-Scheuner-Haus in der „Platzbörse“ der offiziellen Homepage zum Bundesfreiwilligendienst gelistet sind.

Keinen Bedarf an dieser Form gesellschaftlichen Engagements hat übrigens das St. Vinzenz-Krankenhauses. Dort werden keine Bufdis beschäftigt, weil der Leitung die Planungssicherheit fehlt. Zwar läuft die Beschäftigung in der Regel über zwölf Monate. Bekommt der Bufdi in dieser Zeit aber einen Ausbildungs- oder Studienplatz, dann kann er sofort aus dem freiwilligen Dienst ausscheiden. Vor diesem Hintergrund sei es dem Krankenhaus zu unsicher, Bufdis aufzunehmen und sie zunächst mit Lehrgängen auf ihre Tätigkeit vorzubereiten,. argumnentierte gestern Elisabeth Degener, die Leiterin des Pflegedienstes.

von Thomas Bender

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare