Erste Altenaer Atelierroute zieht etliche Kunstfreunde in die City

Starke Aufwertung der Innenstadt

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Arjen Cornelis Baaijens zeigt sehr interessante Arbeiten.

Altena - Morgens hatten alle teilnehmenden Künstler der ersten Altenaer Atelierroute noch mit dem Kopf geschüttelt: „Das wird nix!“ war einhellige Meinung in Anbetracht des ungemütlichen Wetters. Doch die Lust am Kunstbummel war da: Loïc Devaux, Arjen Cornelis Baaijens, Klaus Storch, Ursula Buschmann, Inge Voss, Margrit Schneider und Christoph Schulz alias Antek hatten kontinuierlich kunstinteressierte Gäste zu Besuch.

Klaus Storch taten am Abend ganz schön die Füße weh. In seinem Tages-Atelier im Burgaufzugsfoyer war eine besondere Mischung eingetreten aus Gästen, die sich gezielt seine Fotografien ansehen wollten, und Menschen, die ihre Aufzugsfahrt spontan um ein paar Minuten nach hinten verschoben, um sich die Making of-Bilder und Portraits aller am Aufzugsbau Beteiligten anzusehen.

Weil Storch seine Kunst überall im Raum und sogar bis unter die Decke verteilt hatte, legte der Fotograf auf kleinem Raum einige Kilometer zurück. „Hat sich aber gelohnt!“ erklärte der Künstler glücklich und erschöpft. Auch Antek hatte oben in der Kirchstraße kaum Zeit für eine Verschnaufpause. „Wenn ich meine Mannschaft nicht gehabt hätte, dann hätte niemand Kaffee und Kuchen abbekommen“, erklärte der Initiator der Atelierroute. Kaum waren die ersten Gäste weg, ging die nächste Führung durch alle Galerie-Etagen weiter.

Auch Ursula „Ülle“ Buschmann musste auf Verstärkung setzen, denn zahlreiche begeisterte Besucher wollten einen Blick auf ihre Ausstellung im Treppenhaus werfen. Kunstplausch und Ladenlokal gleichzeitig führen - das erforderte manchen Spagat. Freunde von Bildhauerkunst kamen bei Arjen Cornelis Baaijens und Werkstatt-Stipendiat Loïc Devaux voll auf ihre Kosten. Beide hatten über Stunden zu tun, ihre Arbeit am Objekt zu erläutern Vor allem der Werkstoff Holz sorgte für viel Faszination und Nachfragen.

 „Es waren tolle Begegnungen und interessante Gespräche!“ schilderten die Männer, die Kunst mit schwerem Werkzeug fertigen. Auf der Mitte der Atelierroute: Inge Voss und Margrit Schneider. Ihre farbenfrohen Gemälde und Portraits hatten einen sehr einladenden Charakter auf Innenstadtpassanten. „Manche sind sehr gezielt wegen der Kunst gekommen und andere haben spontan reingeschaut. So haben wir uns das gewünscht!“ beschrieben die Frauen, die auch Kalender und Karten vorbereitet hatten.

Margrit Schneider ergänzte: „Zwischendurch hatte ich keine Stimme mehr.“ Alle sieben Künstler würden sich einer Wiederholung der Atelierroute sofort wieder anschließen und auch das Publikum genoss die Aufwertung zwischen Lenne- und Kirchstraße sehr. „Ein wunderbarer Anblick und eine tolle Maßnahme gegen den Leerstand. Es wäre auch ganz schön, wenn ein Teil der Kunst stehen bleiben dürfte!“

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