Ersatzloser Abriss

Vom Haus ist nicht mehr viel übrig.

ALTENA ▪ Weil seit Oktober der Abbrissbagger am Giershagener Weg im Einsatz ist und die Durchfahrt durch die schmale Straße gesperrt ist, haben die Anwohner ihre liebe Not mit dem Parken. Sie und andere Baustellenbeobachter wundern sich zudem über Abläufe an der Baustelle. Von Thomas Keim

Zwar seien zum Beispiel Holzbalken abgefahren worden, berichtet einer, aber die Masse des Bauschutts solle offenbar vor Ort bleiben. „Das ist nur bedingt richtig“, wendet Rolf Beitz ein, der scheidende Chef der Baugesellschaft. Das Haus Giershagener Weg 41 gehörte zum Altbestand der Wohnungsgesellschaft und befand sich seit dem Jahr 2009 auf einer Liste von Immobilien, von denen sich die Baugesellschaft trennen würde. Eine Grundsanierung hatte sich als wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll herausgestellt.

Nachdem der Abrissunternehmer nach entsprechenden Vorarbeiten losgelegt hatte, war von den Haus, in dem einst acht Parteien wohnten, innerhalb von zwei Tagen nicht mehr viel übrig. Den angefallenen Schutt, das ergab die Nachfrage bei der Baugesellschaft, habe man in erster Linie genutzt, um entstehende Hohlräume wie den Keller der Immobilie zu verfüllen. Dies sei nicht nur zulässig, sondern senke auch die Abbruchkosten – etwa im Vergleich zu einer Verfüllung mit Mutterboden.

Wie viel Altmaterial aber tatsächlich für eben diesen Zweck benötigt wird, könne man allerdings vor dem Beginn des Abbruchs kaum abschätzen, sagt Rolf Beitz. Man könne zwar den umbebauten Raum berechnen, aber in der Praxis sähen die Ergebnisse eben oftmals anders aus.

Voraussichtlich Ende dieser Woche oder Anfang nächster Woche soll es vor Ort eine Besprechung mit dem Abrissunternehmer geben. Dabei werden man vereinbaren, was an Bauschutt vor Ort verbleiben kann und was noch abgefahren werden muss. Während man an anderen Stellen, wo Baugesellschaft-Häuser abgerissen wurden, zum Beispiel Parkflächen eingerichtet werden, ist eine solche Lösung für den Giershagener Weg nicht im Gespräch. „Mit dieser Fläche werden wir nichts machen.“

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