Eröffnung erst dann, wenn der erste Abschnitt des Lenneparks fertig ist

Neue Brücke weitgehend fertig

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Roland Balkenhol auf einer Brücke mit Panorama: Von dem neuen Bauwerk hat man einen schönen Ausblick auf Burg und Innenstadt.

Altena - Manchmal gibt es ein unverhofftes Wiedersehen: Bei Erdarbeiten für den Lennepark ist am bahnseitigen Lenneufer ein Widerlager der ehemaligen Großen Brücke ans Licht gekommen. Sie verband bis Anfang der 1970er Jahre den Markaner mit der Lüdenscheider Straße. „Das ist behauene Grauwacke“ sagt Roland Balkenhol, der städtische Fachbereichsleiter für Planen und Bauen, und verweist auf eine erstaunlich sanfte Rundung an einem Ende des Widerlagers.

 „Das kommt aus einer Zeit, als man das noch machen und bezahlen konnte“, sagt der Stadtplaner. „Da hat jemand lange dran herumgepickelt.“ Es ist ein Ortstermin an einer Stelle, die die Attraktivität der Burgstadt erhöhen soll, indem sie parallel zur Fritz-Berg-Brücke einen weiteren Lückenschluss vom westlichen zum östlichen Lenneufer ermöglicht, also den Bahnhof mit seinem bisher unansehnlichem Umfeld mit dem Stadtkern verbindet.

 „Das Bauwerk ist weitgehend fertig“, sagt Roland Balkenhol mit Blick auf die Fußgängerbrücke und er kann sich ein Lächeln kaum verkneifen. „Ganz bestimmt nicht“ hat er damit gerechnet, dass es so lange dauern würde, bis die Fußgängerbrücke zum Lennepark ihrer Bestimmung übergeben werden könnte. Es sei aber auch unsinnig, sie gerade jetzt freizugeben, obwohl sie kurz vor der Fertigstellung steht. „Dann könnten die Leute über die Brücke gehen, aber sie würden in der Baustelle landen.“

Was an der Brücke noch fehlt, scheint jetzt überschaubar zu sein: Die Handläufe und die Drahtgeflechte darunter sind montiert - „damit niemand in die Lenne fällt“. An der Treppe allerdings fehlen noch die Lager. In den Handläufen befinden sich ovale Aussparungen, die die Beleuchtung aufnehmen werden. Sie wird von einer Firma aus der Burgstadt angebracht. Der Übergang an der Rampe ist ein weiterer Punkt, der noch abgehakt werden muss. Rund 60 Meter ist sie lang. „Stahl dehnt sich aus oder zieht sich zusammen“, erklärt Balkenhol. Aus diesem Grund sind Rampe und Brücke „entkoppelt“, wie der Fachmann sagt. Es gibt deshalb ein „Festlager“ und ein bewegliches Lager.

Hier gehe es bei der thermisch bedingten Ausdehnung nicht um Millimeter, sondern um Zentimeter. Am bahnseitigen Lenneufer zeigt sich unterdessen, wo der Weg hingehen wird, man sieht es daran, wo schon geschottert ist. Genau genommen sind es zwei Wege. Einer wird unten am Ufer des Flusses verlaufen, ein anderer westlich davon in Richtung Schrottplatz, etwa unterhalb der Brücke treffen sie sich dann. Dieser Bauabschnitt wurde im Übrigen um etwa 60 Meter verlängert. In der kommenden Woche stehen nun Asphaltierungsarbeiten an, außerdem muss noch viel bepflanzt und begrünt werden. Bäume und Weidenbüsche stehen auf der Liste, die auch im November und Dezember noch gesetzt werden können.

Es entstehen im ersten Bauabschnitt zwei kleine Ruheplätze. Die Firma Landschaftsbau Boymann aus Glandorf, gelegen nördlich von Warendorf im Münsterland, werde ihren Auftrag im laufenden Jahr noch erledigen können, da ist sich Roland Balkenhol sicher. „Die sind immer mit Sollstärke hier“, lautet sein Lob.

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