Stadtumbau West: Erneut Landespreis für Altena

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Da geht es zum Aufzug: Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein zeigte gestern Ministeriumsvertretern und Planungsfachleuten anderer Kommunen, wo sich Altena in den vergangenen Jahren verändert hat.

Altena/Gelsenkirchen - Schon wieder ein Preis: Altena wurde am Donnerstagabend in Gelsenkrichen als besonders gelungenes Beispiel für Stadtumbau ausgezeichnet.

Den Stadtumbau West, aus dem viele der seit 2009 durchgezogenen Maßnahmen bezahlt wurden, gibt es seit zehn Jahren – Anlass für eine Fachkonferenz, der ein Wettbewerb vorgeschaltet war. Über 100 Kommunen bewarben sich, etwa 20 wurden ausgezeichnet. Für umgestaltete Stadtzentren wurden vier Preise vergeben, neben Altena gewannen in dieser Kategorie Gelsenkirchen, Gevelsberg und Kamp-Lintfort.

Der Preis ist nicht dotiert, bringt der Stadt nach Ansicht von Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein aber trotzdem mehr ein als nur eine Urkunde: „Gut fürs Renommee“ sei die Auszeichnung vor allem wegen der Jury, in der elf anerkannte Fachleute aus wichtigen Ministerien und Verbänden saßen, sagte er.

Und die sparten nicht mit Lob: „Das Vorgehen ist für eine Kleinstadt sehr mutig“, heißt es in der Begründung für die Auszeichnung. Als „vorbildlich“ bezeichnen die Fachleute die Bündelung privater und öffentlicher Maßnahmen und Mittel. Und: „Der Erlebnisaufzug ist ein geschickter Schachzug, der die Besucher der Burg animiert, durch die Innenstadt zu gehen. Das muss einfach funktionieren“.

Bestandteil der zweitägigen Tagung zum Stadtumbau West waren am Donnerstag, 25. September, drei Exkursionen zu verschiedenen Zielen in NRW. Eine davon machte auch in Altena Station – etwa 20 Mitarbeiter von Ministerien und anderen Kommunen ließen sich vom Bürgermeister die Idee der Lennepromenade erklären und bestaunten die nicht unerheblichen privaten Investitionen der vergangenen Jahre, bevor es dann zum Burgaufzug ging.

Der Blick der externen Experten fiel dabei auch auf Dinge, die für den Altenaer längst selbstverständlich sind. Viel bestaunt waren zum Beispiel die Trittsteine zwischen den beiden Lenneterrassen: „Das würde bei uns niemals genehmigt“, ärgerte sich der Vertreter einer anderen Kommune.

von Thomas Bender

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