Erinnerungen an Leistungsabfall und Tadel

Abitreffen alle fünf Jahre.

ALTENA ▪ Vor 30 Jahren haben sie am Burggymnasium Abitur gemacht. Seitdem treffen sich die Abiturienten des Jahrgangs 1981 regelmäßig im Café zur Burg.

Am Samstag waren „schon wieder fünf Jahre um“. Denn das ist der Turnus für die regelmäßigen Treffen. Die meisten der 78 ehemaligen Schüler nehmen sich dann Zeit, um die „gute alte Zeit“ wieder aufleben zu lassen. Damals waren sie die erste gemischte Oberstufe. Das war 1979. „Bis zur 10. Klasse waren wir noch in Jungen- und Mädchengymnasium geteilt“, erinnert sich Frank Rauch. „Als die Klassen damals zu einer Stufe zusammengelegt wurden, folgte der so genannte Kennenlerneffekt: Ein rapider Abfall der schulischen Leistungen.“ Mit einem Grinsen erinnert sich Frank Rauch an den Kollektivtadel, den Jahrgangsstufenleiters Heinz Schneider damals in diesem Zusammenhang aussprach.

Doch das Zusammenlegen der beiden Gymnasien brachte nicht nur Konzentrationsschwächen mit sich. „Wir waren auch die erste Pendelklasse“, erzählt Detlev Hellmich, der für das Klassentreffen jedes Mal extra aus Colorado/USA einfliegt. „Damals mussten wir immer vom Jungen- zum Mädchengymnasium rüber“, fügt er hinzu. Auch der ehemalige Jahrgangsstufenleiter Heinz Schneider, der zum wiederholten Mal am Klassentreffen teilnahm, erinnert sich an das Problem: „Das war der bittere Kampf um die Parkplätze.“

Die Ehemaligen sprechen gerne über die „wilden Zeiten“ am Burggymnasium. Immer wieder fallen ihnen neue Anekdoten ein. „Wir waren auch die ersten, die damals nach dem Abi die Schule verbarrikadiert haben“, erzählt Frank Rauch. Diese Tradition ist am BGA bis heute erhalten geblieben.

Geplant wurde das Treffen von Uwe Köhler (Budapest), Rainer Busch (Marl) sowie Thomas Zimmermann (Berlin). „Dieses Mal haben wir alles komplett übers Internet organisiert“, freut sich Rauch. Und Hellmich stimmt ihm zu: „Ohne Internet wäre das alles gar nicht so möglich.“

Neben Heinz Schneider nahmen noch zwei weitere Lehrer am Treffen. Und auch der ehemalige Sportlehrer Christoph Mikosch ließ es sich nicht nehmen, seine alten Schützlinge wieder zu sehen.

Als ganz besonderer Gast hatten die Ehemaligen in diesem Jahr außerdem Hans Jung eingeladen. Jung hatte damals die Jungenklassen unterrichtet. Mittlerweile ist der Finnentroper Komponist und Vollzeit Musiker. ▪ Von Carolin Hüppe

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