Erfreuliche Tendenz auf dem Arbeitsmarkt

ALTENA - Arge-Geschäftsführer Volker Riecke hat am Dienstagabend ausführlich Bericht über den Stand der Anforderungen an das künftige Jobcenter berichtet. Im Bereich der Dienststelle Altena gibt es derzeit 895 so genannte Bedarfsgemeinschaften, also Familien, in denen Arbeitslosengeld-2-Empfänger leben. Das sind 8,7 Prozent mehr als im Mai 2009.

Als seine aussagekräftigsten Zahlen bezeichnete Riecke die Statistik der „Erwerbsfähigen Hilfebedürftigen“, wie sie offiziell heißt. „Da sind alle drin, die dem Arbeitsmarkt tatsächlich zur Verfügung stehen.“ In der Burgstadt sind das derzeit 1250 Menschen – 8,8 Prozent mehr als im Mai 2009, aber 3,7 Prozent weniger als beim Höchststand im April 2006 .

Bei den so genannten Bedarfsgemeinschaften (Familien, in denen ein Empfänger von Arbeitslosengeld II lebt) hat sich die Zahl trotz einer leichten aktuellen Erhöhung seit September 2009 insgesamt – und über einen längeren Zeitraum betrachtet – verringert.

Der Höchststand war im März 2006 ermittelt worden und lag damals bei 1002 Bedarfsgemeinschaften. Heute sind es noch 895 Familien, was innerhalb von vier Jahren einem Rückgang um fast elf Prozent gleichkommt.

Aber auch die klassische Arbeitslosenstatistik hatte Riecke im Gepäck. Hier wurden im Mai 588 Betroffene gezählt; im April waren es noch 630. Ein erfreulicher Trend, aber im Mai 2009 gab es fast 20 Prozent Arbeitslose weniger, genau 19,8 Prozent.

Gerade mit diesem Wert steht die Burgstadt im Vergleich nicht gerade glänzend dar und schneidet deutlich ungünstiger ab als der Landesdurchschnitt. In ganz NRW gab es im Vergleich zum Mai 2009 nämlich nur 1,4 Prozent Arbeitslose mehr. Deutschlandweit ist die Zahl der Betroffenen sogar um 2,6 Prozent zurückgegangen.

Zum aktuellen Stand der Arbeitslosenzahl (Rückgang um 42 Betroffene von April auf Mai) sagte Riecke, dass sich dieser Trend fortsetzen werde. „Das wird so weitergehen“, zeigte sich der Arge-Geschäftsführer zuversichtlich.

Nicht rundherum erfreulich ist die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit. Im Märkischen Kreis lag die Quote im Mai bei 7,6 Prozent, in Altena jedoch bei 9. Ein echter Ausreißer ist hier Balve mit nur 2,3 Prozent. - tk

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