Erfolgreicher Existenzgründer

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„Wir sind reiner Dienstleister“, betonen Olaf Blomeyer (links) und Karl Heinz Linnhoff. ▪

ALTENA ▪ Planen und basteln – damit sei die Tätigkeit der Firma PHSTech gut beschrieben, meint Olaf Blomeyer. Er ist kaufmännischer Leiter des vor 12 Monaten gegründeten Unternehmens und freut sich, dass das erste Geschäftsjahr ein Erfolg war. Von Thomas Bender

PHS steht für Pressen, Hydraulik, Schmiedetechnik. Wer entsprechende Maschinen einsetzt, ist bei PHSTech an der rictigen Adresse. Die Firma ist darauf spezialisiert, vorhandene Anlagen nicht nur zu warten und zu reparieren, sondern vor allem auch zu optimieren.

Gegründet wurde PHSTech m Sommer 2010 von Matthias Köppencastrop aus Dortmund, auch Blomeyer kommt aus der Ruhrmetropole. Dass trotzdem Altena als Firmensitz auserkoren wurde, hat zwei Gründe: „Hier ist es günstig“, sagt Blomeyer über die Konditionen, zu denen die Büros im ehemaligen Märkischen Stahldrahtwerk an der Westiger Straße angemietet wurden. Und: „Hier, in dieser Region sitzen unsere Kunden“. Was aber so ganz richtig gar nicht mehr ist: Inzwischen ist PHSTech europaweit tätig. Im Moment überarbeiten die Mitarbeiter zum Beispiel die 800- Tonnen-Presse einer polnischen Firma.

„Die 30, 40 Jahre alten Maschinen sind von ihrer Grundsubstanz her sehr solide“, weiß Karl Heinz Linnhoff, der seit der Gründung bei PHSTech arbeitet. Das sei ein Vorteil, weil oftmals gewaltige Kräfte wirken. Jedenfalls sei die Bereitschaft groß, die vorhandenen Anlagen zu reparieren und zu optimieren.

Davon versteht Firmengründer Köppencastrop ‘was: Er arbeitete einst als „Leiter Instandhaltung“ in einem großen Hagener Presswerk. Ein profundes Fachwissen sei bei PHSTech unbedingt nötig, erklärt Linnhoff – „oft gibt es zu den Anlagen, um die wir uns kümmern, überhaupt keine Dokumentationen mehr“. Dann müssen die Techniker im Alleingang herausfinden, welche Komponenten verbaut wurden, wo Ersatz zu bekommen ist, wie Steuerung und andere Komponenten verbessert werden können – um nur Beispiele zu nennen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden auch an, Gebrauchtmaschinen den individuellen Bedürfnissen der jeweiligen Firma anzupassen.

Zwei Dinge sind wichtig: Die optimale Planung und sorgfältige Montage. Wobei PHSTech wirklich ein reiner Dienstleister ist, produziert wird nicht. Blomeyer: „Wenn wir Teile brauchen, die am Markt nicht mehr zu bekommen sind, dann lassen wir sie extern anfertigen“.

Dass die junge Firma ein so gutes erstes Geschäftsjahr hingelegt hat, hat auch mit den hervorragenden Kontakten zu tun, die Firmengründer Matthias Köppencastrop mitbrachte. Seine Prognose: „PHSTech wird weiter wachsen“, das sei auch eine Folge der wirtschaftlichen Belebung. Blomeyer schränkt ein, dass die auch dazu führen könne, dass Kunden lieber neue Anlagen kaufen, statt Geld in die alten zu stecken. Deshalb werde das Unternehmen über kurz oder lang neue Geschäftsfelder erschließen müssen, lässt er durchblicken.

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