Erfahrene Sportler und Neueinsteiger verbringen tollen Tag am Pragpaul

Traumhafter Auftakt fürs Boule-Spiel

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Erfahrene Spieler und absolute Neueinsteiger hatten am Samstag richtig viel Spaß auf der Sportanlage am Pragpaul.

Altena – Wolfgang Hoppe lässt sich die Laune nicht verderben von seinem linken Arm, der in einer dicken Schiene ruhig gestellt ist. „Ich hab ja damit geworben, dass Boule auch mit körperlichen Einschränkungen funktioniert“, erklärt der Altenaer lachend.

Auch die Rollatornutzer, die den Weg zur Sportanlage am Pragpaul gefunden haben, pflichten ihm bei. 19 Interessenten verbringen einen tollen Tag beim ersten öffentlichen Boule-Tag der Stadt.

Die einen kennen zumindest das typische Ferien-Spiel Boccia, andere dagegen hatten bisher noch nicht mal eine Kegelkugel in der Hand. „Macht überhaupt nichts!“, erklären Bettina und Wolfgang Hoppe lachend, die genug Kugeln für alle mitgebracht haben. Wer noch gar keine Erfahrung hat, darf sich mit den Spielutensilien in Ruhe vertraut machen. Dann wird das Schweinchen endlich geworfen, jener kleine bunte Ball, der in den nächsten Minuten und Stunden angibt, wohin die Reise geht. Nah dran kommen ist das erklärte Ziel, doch den Gegner außer Gefecht setzen, genau so.

Das geht, indem die Kugeln des konkurrierenden Teams weggeschoben werden. Schon nach ein paar Minuten wird es auf dem Spielfeld eng: Der Zollstock wird gezückt, um einen Abstand genau ermitteln zu können. Ungewohnt ist der Seitenwechsel nach jedem Anwurf, er bringt aber Bewegung ins Spiel. Mit zunehmendem Training werden auch die bislang ganz unerfahrenen Mitspieler sicherer und finden so viel Spaß daran, dass sie sich gerne weiter mit dem Präzisionssport beschäftigen würden. „Machen wir möglich!“, versprechen Bettina und Wolfgang Hoppe, die nach dem tollen Auftakterfolg nun jeden Samstag um 11 Uhr vor der Sauerlandhalle zum öffentlichen Boule-Spielen einladen.

Wolfgang Hoppe (l.) erklärte jeden Schritt ausführlich.

Der Platz ist von der Stadt zugesagt und auch die Toiletten in der Sauerlandhalle können genutzt werden. Einen Grundstock an Equipment haben Hoppes vorrätig, würden aber gerne einen Anlaufkreisel anschaffen, damit die Abwurfmarkierung nicht jedes Mal neu in den Boden gemalt werden muss. Nach dem ersten Tag - lustig und anstrengend war er für Hoppes gleichzeitig - sind die Gastgeber durchweg glücklich: „Es war genau so, wie wir uns das gewünscht haben. Verschiedene Altersgruppen, unterschiedliche Vorkenntnisse - alles war vertreten. Jetzt machen wir weiter, vielleicht kommen ja noch ein paar Leute dazu!“, resümiert Wolfgang Hoppe.

Er und Ehefrau Bettina hatten den Sport einst als reines Urlaubsvergnügen für sich entdeckt und sind vor einem guten Jahr dem Neuenrader Boule-Verein beigetreten. Begeistert sind sie deshalb, weil das Spiel so vielseitig ist: „Man kann auf unterschiedlich beschaffenen Bodenuntergründen spielen, ist zeitlich flexibel und es macht sowohl zu zweit Spaß, wie auch in einer großen Gruppe!“, erklären Hoppes. Abwerfen darf man im Stehen, Knien oder auch Sitzen. „Selbst Rollstuhlfahrer könnten problemlos mitmachen“, ermutigt das Paar, sich den öffentlichen Spielzeiten anzuschließen. Auch Kinder und Jugendliche sind willkommen.

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