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Erdgasumstellung in Altena: Im schlimmsten Fall droht Sperrung

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Bei der Erdgasumstellung von L- auf H-Gas ist eine erfolgreiche Datenerhebung, dokumentiert durch den gelben Aufkleber, Pflicht. Wer jetzt noch Geräte ohne Aufkleber hat, sollte schnell einen Termin im Erdgasbüro der Enervie vernetzt vereinbaren.
Bei der Erdgasumstellung von L- auf H-Gas ist eine erfolgreiche Datenerhebung, dokumentiert durch den gelben Aufkleber, Pflicht. Wer jetzt noch Geräte ohne Aufkleber hat, sollte schnell einen Termin im Erdgasbüro der Enervie vernetzt vereinbaren. © Enervie

Die Vorbereitungen für die Erdgasumstellung laufen. Im nächsten Jahr soll in Altena H-Gas („high calorific gas“) statt L-Gas („low calorific gas“) durch das Erdgasnetz fließen. Das müssen Haushalte jetzt wissen.

Altena – „Für die Haushalte ist es daher wichtig, dass ihre Gasgeräte auf das neue Gas angepasst werden“, teilt Enervie vernetzt als Gasnetzbetreiber in Altena mit. Das Unternehmen übernimmt die Anpassung der Geräte.

So bereitet der Netzbetreiber momentan die Anpassungsarbeiten, die für die Gaskunden in Altena kostenfrei sind, vor. Die Kosten für die Umstellung trägt Enervie vernetzt als örtlicher Gasnetzbetreiber. Im ersten Schritt erfassen die beauftragten Monteure in den Haushalten alle Gasgeräte. Ein gelber Aufkleber am Gerät kennzeichnet die erfolgreiche Datenerhebung. „Wer jetzt noch Geräte ohne Aufkleber hat, sollte schnell einen Termin im Erdgasbüro der Enervie vernetzt vereinbaren“, rät das Unternehmen.

„Gaskunden erkennen an unserem gelben Aufkleber, ob wir die Gerätedaten bereits aufgenommen haben“, erklärt Hans-Joachim Meese, Projektleiter für die Gasumstellung in der Burgstadt bei Enervie vernetzt. Wenn die Monteure den Aufkleber am Gerät angebracht haben, muss er bis zur Umstellung auf das H-Gas auch dort bleiben. „Der Aufkleber ist für unsere Gaskunden, aber auch Schornsteinfeger und Installateure ein wichtiger Beleg! So wissen alle, dass uns die erforderlichen Daten vorliegen“, erklärt Meese.

„Es ist wichtig, dass die Geräte für das H-Gas angepasst werden. Daher rufen wir jetzt noch einmal auf, einen Blick auf die eigenen Gasgeräte zu werfen. Wenn dort der gelbe Aufkleber klebt, ist alles so weit in Ordnung“, so der Projektleiter weiter. Sollte kein Aufkleber zu sehen sein, müssten sich die betroffenen Gaskunden unter der kostenfreien Hotline 08 00 /1 23 99 50 für eine Terminabsprache melden. „In der Regel dauert die Datenerhebung etwa 30 Minuten“, sagt Hans-Joachim Meese.

Stellt Enervie vernetzt bei der Erhebung oder bei der folgenden Anpassung einen Mangel am Gasgerät fest, sei der Eigentümer des Gerätes für die Beseitigung verantwortlich und müsse in diesem Fall auch die entstehenden Kosten tragen. „Denn zur Sicherheit aller Netzkunden dürfen nur mangelfreie Gasgeräte betrieben werden – das gilt generell und natürlich auch für das neue Gas. Nur angepasste Gasgeräte dürfen weiter betrieben werden“, teilt das Unternehmen mit.

Im schlimmsten Fall müsse Enervie vernetzt den Gasanschluss sperren. „Sperren muss der Netzbetreiber auch die Gasanschlüsse von Gaskunden, die die Termine zur Erhebung und Anpassung nicht wahrnehmen“, sagt Hans-Joachim Meese.

Informationen

Für die Gaskunden informiert Enervie vernetzt auf www.enervie-vernetzt.de zum Fahrplan der Erdgasumstellung. Wissenswertes zu diesem Thema zeigt eine Übersicht mit Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Umstellung. Wer mehr wissen oder einen Termin vereinbaren möchte, erreicht das Projektteam im Erdgasbüro der Enervie vernetzt per Telefon unter der Rufnummer 08 00 /1 23 99 50 und per E-Mail an erdgasumstellung@enervie-vernetzt.de.

Erdgasumstellung in Altena: Alle Gasgeräte müssen angepasst werden

Bis zum Jahr 2030 wird im Nordwesten und Westen Deutschlands die Erdgasversorgung von L-Gas schrittweise auf H-Gas umgestellt, weil die L-Gas-Reserven allmählich zur Neige gehen. Wann in welcher Region umgestellt wird, gibt der jährlich aktualisierte und mit der Bundesnetzagentur abgestimmte Netzentwicklungsplan „Gas“ vor. Im Netzgebiet der Enervie vernetzt sind etwa 43 000 Haushalte von der Erdgasumstellung betroffen. Je nach Schalttermin fließt spätestens ab Ende Juli 2023 nur noch H-Gas durch das Gasnetz. Enervie muss für die neue Gasqualität alle gasbetriebenen Heizungen, Thermen, Herde und Produktionsanlagen auf H-Gas anpassen. H-Gas hat einen höheren Methangehalt und damit höheren Brennwert als L-Gas. Als lokaler Netzbetreiber ist Enervie vernetzt für die Erdgasumstellung verantwortlich. Ist ein Gerät nicht angepasst, muss der Netzbetreiber den Anschluss sperren und der Kunde bekommt kein Gas mehr.

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