Altlasten müssen weg

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Der Bierbach-Komplex an der Werdohler Straße. Hier wurden über weit mehr als 100 Jahre Befestigungselemente und Schrauben hergstellt. Im Jahr 2015 wurde Insolvenz angemeldet.

Altena - Auf dem Gelände der ehemaligen Firma Bierbach an der Werdohler Straße haben Sanierungs- bzw. Entsorgungsarbeiten begonnen. Es geht um industrielle Altlasten, Hinterlassenschaften einer mehr als hundert Jahre dauernden Schraubenproduktion.

„Dass da Altasten zu erwarten sind, ist ja keine große Überraschung“, sagt Stadtplaner Roland Balkenhol zum Stand der Dinge. Schließlich sei dort immer unter Einsatz großer Mengen Öl gearbeitet worden. Dennoch sei er vom Zustand der Flächen letztlich durchaus „angenehm überrascht“. Er glaube, die Schadstoffbelastung sei dort „überschaubar“.

Die Stadt hatte die Bierbach-Flächen zum Jahreswechsel aus der Insolvenzmasse des einstigen Itani-Komplexes gekauft. Zum Neuerwerb zählen auch die deutlich größeren Flächen am Schwarzenstein, die dem gleichen Besitzer gehörten. Erst am Montag dieser Woche hatte der Stadtplaner sich erstmals in dem Gebäude umsehen können, weil man die Schlüssel erst jetzt vom Insolvenzverwalter bekommen habe. Dabei stieß Balkenhol auch auf etliche Spuren von Vandalismus. Einen Tag darauf war erstmals der Entsorgungsspezialist Lobbe dort im Einsatz. Es ging um Wannen unter einigen Maschinen, die deren Käufer nicht geleert hatten. In der Stadt wird unterdessen kolportiert, dass dort eine „Riesenschweinerei“ vonstatten gehe. Das geht möglicherweise auch auf den Bruch einer Wasserleitung zurück, der auf einen Frostschaden zurückzuführen sei, berichtet Balkenhol. Wasser habe sich dabei natürlich auch auf dem teils öligen Boden verteilt. Die Feuerwehr rückte daraufhin an, um mit Bindemittel abzustreuen.

300 000 Euro hat die Stadt in diesem Jahr für die beiden Brachen zur Verfügung – Geld, das in erster Linie für Planungskosten ausgegeben werden soll. Wenn feststehe, welche Gebäude fallen, soll ein Abbruchkonzept her.

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