Befragung ist auf der Zielgeraden

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Pfarrer Ulrich Schmalenbach stellte sich am Donnerstag auf dem Wochenmarkt mit Plätzchen und heißem Kaffee zum Gespräch und warb um ein Mittun bei der St. Matthäus-Umfrage zur Zukunft der Kirche. Interessierte Fragesteller: Annelie Linderhaus und Ilse Graf (von links) neben Gabriele Feldkamp (Gemeinderat St. Matthäus ) und Agnes Frassek.

Altena - Unermüdlich versucht Pfarrer Ulrich Schmalenbach seine Gemeindemitglieder zu motivieren, an der Fragebogen-Aktion „Menschen bewegen – Kirche gestalten“, teilzunehmen. Die Aktion, begleitet von der Agentur Sieger-Brauckmann aus Halver, geht auf die Zielgerade.

„Noch bis Ende Februar können die Bögen kostenfrei ans Gemeindebüro auf die Post gegeben werden. Oder – auch diese Möglichkeit besteht – per Online-Klick auf dem heimischen PC heruntergeladen werden“, erläutert der Seelsorger.

Derartig „das Ohr an seine Gemeinde gelegt“ hat der Priester noch nie. Es sei ein Versuch, eine Einladung an die Menschen, sich einzubringen, „eben Kirche mitzugestalten“, wirbt er noch einmal um einige Minuten Zeit, um den Fragebogen auszufüllen.

Die Beantwortung der Fragen ist durch das Markieren der Zahlen möglich.

St. Matthäus zählt als Großgemeinde mit St. Theresia Evingsen und St. Josef, Nachrodt, rund 5000 Mitglieder. „Und wir alle stehen vor großen Herausforderungen“, sagt Schmalenbach. Einerseits müsse die Kirche den Menschen sinnvolle Antworten auf wichtige gesellschaftliche und spirituelle Fragen geben, andererseits stehe die Kirche angesichts rückläufiger Einnahmen Gelder sinnvoll und effektiv einzusetzen auch unter Druck.

Ganz neu ist an dieser Aktion, die nach einer groben Vorauswahl durch die Agentur Sieger-Brauckmann von der Universität Siegen unter Leitung von Professor Vielegge ausgewertet wird, dass auch Bürger jedweder Konfession, die mit den Katholiken am Ort zusammenleben und zusammenarbeiten, die Möglichkeit haben, zu antworten.

Hier geht es zur Online-Befragung

Schmalenbach appelliert noch einmal: „Nennen Sie uns ihre Wünsche, Bedürfnisse und Sehnsüchte.“ 5000 Fragebögen sind entweder über das Bistumsmagazin bene (3500 Stück) oder Handverteilung beziehungsweise öffentliche Auslage verteilt worden. Bis gestern waren einschließlich online-Antworten etwa 250 Fragebogen ausgefüllt zurückgekommen. „Das ist noch etwas wenig. Wir hätten gerne, um auch ein aussagekräftiges Ergebnis zu haben, mehr als 500“, hofft der Pfarrer.

„Entgelt zahlt Empfänger“ – die Bogen-Rücksendung ist kostenfrei.

Von der „Wichtigkeit kirchlicher Angebote“ oder der konkreten Abfrage „Wonach sehnen Sie sich, wenn Sie an Kirche denken?“ – gewichtet werden sollen unter anderem weitere Unterpunkte wie „Zur Ruhe kommen; Raus aus dem Alltagstrott; Begegnung mit Gott; Geborgenheit; oder Kirche ist mir egal“, um daraus Schlüsse zu ziehen.

Und so sieht der Auswertungszeitrahmen aus: Ende Februar endet die Aktion. Am 27. März ist die erste Sichtung erfolgt und der Arbeitskreis (AK) Pastoral hat dazu getagt. In einer heiligen Messe am 2. April, 10.45 Uhr, wird dann am fünften Fastensonntag der Gemeinde eine erste Bilanz präsentiert. Diesem Gottesdienst schließt sich ein Fastenessen an. Wie der Gemeinde das Befragungsergebnis präsentiert wird – auf Stellwänden, Video- oder mittels Folienvorführungen – steht noch nicht fest.

Pfarrer Ulrich Schmalenbach abschließend: „Wichtig ist, dass jetzt noch einmal viele mitmachen!“

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