Nach Massentestung am Montag und Dienstag

Ellen-Scheuner-Haus abgeriegelt: 24 Neuinfektionen bei Bewohnern und Mitarbeitern

24 Tests fielen bei der Massentestung am Montag und Dienstag im Ellen-Scheuner-Haus positiv aus.
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24 Tests fielen bei der Massentestung am Montag und Dienstag im Ellen-Scheuner-Haus positiv aus.

Das Coronavirus breitet sich in Ellen-Scheuner-Haus weiter aus. Es gibt 24 Neuinfektionen. Das Gesundheitsamt hat einen sofortigen Aufnahmestopp und ein Betretungsverbot verhängt.

Altena – Das Coronavirus breitet sich im Ellen-Scheuner-Haus weiter aus. Vor gut einer Woche waren in dem Seniorenzentrum der Perthes-Stiftung erst zwei Mitarbeiterinnen und dann elf Bewohner des Wohnbereiches 8 positiv getestet worden. Trotz sofortiger Isolation der Bewohner gibt es jetzt Neuinfektionen in den Wohnbereichen 5 und 9. Am Montag und Dienstag hatten Gesundheitsamt und Pflegepersonal erneut Tests durchgeführt. Am Sonntag war bereits eine Bewohnerin getestet worden, die Symptome hat.

Wie Pflegedienstleiterin Kornelia Tymoszuk auf Anfrage mitteilte, gebe es insgesamt 24 Neuinfektionen. Im Wohnbereich 5 hätten sich acht Bewohner und ein Mitarbeiter mit dem Virus angesteckt. „Wir können uns nicht erklären, wie das Virus auf die Station gelangen konnte“, sagt Tymoszuk. „Die Bewohner von Wohnbereich 8 und die positiven Mitarbeiterinnen wurden nach den positiven Tests sofort unter Quarantäne gestellt.“

Auch im Wohnbereich 9 gibt es Neuinfektionen: Dort haben sich vier Bewohner und ein Mitarbeiter mit Corona infiziert. „Eine Bewohnerin ist schwerwiegender erkrankt und wird im Krankenhaus versorgt“, berichtet Tymoszuk.

Im Wohnbereich 8, der als erster vom Coronavirus betroffen war, gibt es ebenfalls neue positive Tests. Dort gibt es sechs weitere Fälle bei den Bewohnern und zwei bei den Mitarbeitern. „Von den elf Infizierten, die wir vor gut einer Woche hatten, sind zwei Bewohner verstorben, die anderen wurden aus der Quarantäne entlassen. Die Verstorbenen befanden sich schon vor der Infektion in palliativer Betreuung“, erklärt Tymoszuk.

Palliativpflege bedeutet, dass die Pflegebedürftigen schwer erkrankt sind und es in der Regel keine Möglichkeit für eine Heilung mehr gibt. Ihnen wird dann die bestmögliche Betreuung angeboten, um die verbleibende Lebenszeit so angenehm wie möglich zu gestalten.

Zusätzlich zu den Betroffenen in den Wohnbereichen wurden auch zwei Mitarbeiter des Küchenteams positiv getestet. Die Stationen 6 und 7 waren dagegen am Dienstag gänzlich coronafrei. „Wir müssen jetzt vor allem Ruhe bewahren und auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen achten“, betonte Tymoszuk. In Angst und Panik zu verfallen helfe niemandem, sondern verschärfe die Situation eher noch weiter.

Das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises habe ein Betretungsverbot für das Ellen-Scheuner-Haus verhängt, informierte Kornelia Tymoszuk. Außerdem dürften keine Personen mehr in die Pflege aufgenommen werden. Die infizierten Bewohner befänden sich ab sofort in Quarantäne und würden vom Pflegepersonal beobachtet. Abgesehen von der Seniorin aus Wohnbereich 9, die sich im Krankenhaus befindet, zeigten die Bewohner bislang zum Glück nur milde Symptome oder seien komplett symptomfrei. Das Pflegeteam weiß aber: „Das kann sich leider sehr schnell ändern“, sagt Kornelia Tymoszuk,

Am Freitag, 11. Dezember, werde das Gesundheitsamt neue Tests bei allen Bewohnern des Scheuner-Hauses durchführen, erklärte die Pflegedienstleiterin. Dann werden die 100 Pflegebedürftigen mit dem PCR-Verfahren getestet. Denn die positiven Tests, die bis jetzt vorliegen, seien zum Teil auch PoC-Schnelltests.

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