Geocaching nur für Gäste

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Gastwirt auf Empfang: Karl-Friedrich Spelsberg bietet Gästen demnächst exklusive Geocaching-Touren an. ▪

ALTENA ▪ An der Drahtbaumallee gibt’s einen, auf der Burg gleich mehrere, den nächsten dann am Ehrenmal – auch Altena ist übersät von sogenannten „Geocaches“, die die Grundlage bilden für Schnitzeljagden des 21. Jahrhunderts.

Mit Hilfe von GPS-Geräten oder auch einer App am Smartphone machen sich inzwischen hunderttausende auf die Suche nach den versteckten Schätzen. Viele Tourismusregionen nutzen den neuen Trend und werben ganz gezielt für Geocaching. Altena gehört nicht dazu – und das, obwohl Tourismusfachfrau Gundula Flusche selbst begeisterte Cacherin ist.

Sie setzt allerdings auf die Eigendynamik der Community, also darauf, dass es in und um Altena genug Cacher gibt, die neue Verstecke ersinnen. Auch Multicaches seien so schon zustande gekommen, weiß sie. Darunter versteht man eine Art „geführte Wanderung“: Die Schatzsucher werden von Versteck zu Versteck geleitet. Einer dieser Multicaches ist so aufgebaut, dass man unterwegs Interessantes über die Stadt und ihre Geschichte erfährt.

Interessant wäre es sicherlich, wenn man Geocaching als Angebot beispielsweise für Schulklassen ins Programm nehmen könnte, sagt Flusche. „Aber dafür müssten wir Geräte vorhalten, die wir dann an die Gruppen verleihen“ – es scheitert also an den Kosten und auch daran, dass jeweils eine kurze Einführung ins Cachen und in die Bedienung der Geräte geben müsste.

Genau das bietet demnächst der Gastwirt Karl-Friedrich Spelsberg an – allerdings exklusiv für seine Gäste. Die Caches, die er rund um Großendrescheid anlegen wird, werden nicht – wie sonst üblich – im Internet bekannt gemacht. Spelsberg sieht Geocachen zum einen als neue Form des Wanderns an („bisher haben wir die Leute mit der Wanderkarte oder einer Skizze losgeschickt“), zum anderen könne es auch Gruppenevent bei Tagungen sein – etwa dann, wenn Mitarbeiter einer Firma in den vorher entsprechend präparierten Caches Fragen oder Fakten zu ihrer Firma finden. Solche Einlagen zur Stärkung des Gruppengefühls würden von Firmenkunden heute zunehmend nachgefragt, weiß Spelsberg. Auch für private Gruppen, die sich übers (lange) Wochenende bei ihm einmieten, könne das neue Angebot interessant sein, hofft Spelsberg, der während der Touren bei Bedarf auch „Verpflegung mitten im Wald“ organisiert. Der Gastwirt bereitet seinen neuen Service zurzeit vor, im Sommer soll er starten. ▪ Von Thomas Bender

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