Familie Collura wagt neuen Aufbruch nach 23 Jahren

Eiscafé San Remo zieht um

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Lucia Rizzo, Salvatore, Helga und Sandro Collura (v.l.) vor dem Haus Marktstraße 6, das aktuell für den Cafébetrieb hergerichtet wird. Einst betrieb dort Bruder Vito die Trattoria, die heute im ehemaligen Santos ansässig ist

Altena - Eine Ära geht schon zu Ende, wenn Helga, Salvatore und Sandro Collura demnächst die Espressomaschine einpacken.

Zwar trägt Altenas berühmte Gastronomenfamilie das Gerät nur ein Häuschen weiter, doch der Name der Eisdiele San Remo war jahrzehntelang mit dem Stapel verbunden. Die Familie freut sich aber auf den Umzug: „Wir kommen endlich wieder an die Sonne!“

Der Name Collura hat schon einmal am Haus Marktstraße 6 gestanden: Bis zu jenem fatalen 3. Oktober im Jahr 2013, als im Obergeschoss des Wohn- und Geschäftshauses ein Brand ausbrach und das Gebäude lange Zeit unbrauchbar machte. Die von Vito Collura betriebene Trattoria musste umziehen ins ehemalige Santos. „Jetzt öffnet mein bester Freund Murat Kaya uns ein Fenster!“, freut sich Sandro Collura. Im Zuge der Brandsanierung und Renovierung hat der Hausbesitzer der Familie ein Angebot gemacht, über das Colluras nicht lange nachdenken mussten. „Im April oder Mai wollen wir drin sein!“ 1993 eröffneten Colluras das San Remo am Stapel und erlebten in den Folgejahren, wie sich rund um das Kaufhaus Plaza das Stapelcenter entwickelte.

Eröffnung im April-Mai

Zunächst war das Café zur Marktstraße orientiert. Der Baum in der Mitte – ein Markenzeichen der Eisdiele. Viel wurde umgebaut und umgestaltet – zuletzt die Glaswand zum Nichtraucherbereich, die nutzlos wurde, als das absolute Rauchverbot kam. Einen Platz an der Sonne hatten sich Helga und Vito Collura gewünscht, seit sie Anfang der 90er-Jahre die Lennestraße verlassen hatten.

„Ursprünglich war das San Remo am Stapel keine Dauerlösung. Wir waren ja von da gekommen, als wir 1981 dort das Ristorante Grand Italia betrieben hatten.“ Mit dabei waren damals die Brüder Vito, Roberto und Giuseppe. „Wir sind eine ganz große Gastronomenfamilie. Aber wir sind die einzigen Colluras, die eine Eisdiele betreiben. Das war auch immer unser Traum.“ Verwirklichen wollten Helga und Salvatore ihn einst in Wattenscheid, kamen dann aber über ein Zeitungsinserat für Gastronomieräume nach Altena.

Söhne wurden im Café groß

 „Dass wir mal echte Altenaer werden würden, das hätten wir uns damals nicht träumen lassen“, schildert Helga Collura. Es kam aber so, dass die Söhne Giuseppe und Sandro mit groß wurden im Café. Versicherungskaufmann Sandro ist mit eingestiegen, seine Freundin Lucia Rizzo ebenfalls. Gemeinsam wollen Colluras die neuen Möglichkeiten in der Marktstraße nutzen: Außengastronomie in der attraktiven Umgebung, flexiblere Öffnungszeiten, Cocktailabende... „Es ist eine Herausforderung. Aber wir nehmen sie gern an!“

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