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Frühlingswetter lockt Menschen ins Eis-Café: Diese Eissorten sind besonders beliebt

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Von: Ilka Kremer

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Helga und Salvatore Collura vom Eiscafé San Remo präsentieren Spaghettieis – einmal klassisch mit Erdbeersoße und in einer Variante mit Schokosoße.
Helga und Salvatore Collura vom Eiscafé San Remo präsentieren Spaghettieis – einmal klassisch mit Erdbeersoße und in einer Variante mit Schokosoße. © Kremer, Ilka

Die Konsistenz ist cremig, die Temperatur angenehm kühl, der Geschmack vorzüglich. Die Rede ist von zart schmelzendem Speiseeis, hergestellt nach traditionellen, italienischen Rezepturen. Die Sommerzeit eingeläutet haben längst die Eiscafés Cappuccino und San Remo. Bei sonnigem Wetter gibt es alle Hände voll zu tun.

Altena – „Sobald die Sonne scheint, sitzen die Leute nur noch draußen“, berichtet Salvatore Collura. Er und seine Frau Helga haben das San Remo an der Marktstraße nach einer Winterpause Anfang Februar wieder geöffnet. Seit die Temperaturen steigen, wird vermehrt auch wieder Eis nachgefragt.

„Ich möchte bitte eine Kugel Schoko, aber mit Streusel“, gibt ein kleines Mädchen ihre Bestellung an der Eisvitrine auf. Schokolade gehört bei Klein und Groß immer noch zu den Lieblingssorten. „Viele mögen Schokoeis in Kombination mit Zitrone“, weiß Collura, der im kommenden Jahr mit seiner Familie das 40-jährige Jubiläum feiern wird. Angefangen hat es mit dem Eiscafé Grand Italia gegenüber des ehemaligen Kaufhauses Böhrer. „Damals kostete die Kugel noch 40 Pfennig“, erinnert sich der 71-Jährige. Heute kommt die Eiskugel für einen Euro ins Hörnchen. „Tja, alles wird teurer“, zuckt er bedauernd mit den Achseln.

Schon als achtjähriger Junge wusste Salvatore Collura, dass er einmal ein Eiscafé betreiben möchte. „Ich habe früher in Sizilien immer ausgeholfen. An die Espressomaschine kam ich nur, wenn ich auf einer Kiste stand“, erinnert er sich. Er machte seine Sache wohl schon damals gut: „Die Leute wollten ihren Espresso immer von mir, nicht vom Chef.“ Fasziniert hat ihn ebenso, wie aus guten Zutaten ein leckeres Eis gemacht wurde. Mit 18 Jahren kam er dann nach Deutschland, im Gepäck die traditionellen Eisrezepte. Und in Altena eröffnete er 1983 sein erstes Geschäft. „Eigentlich wollten wir nur ein paar Jahre hier bleiben“, sagt Helga, die zusammen mit ihrem Mann aus Wattenscheid in die Burgstadt zog, „aber jetzt wollen wir hier gar nicht mehr weg.“ Die beiden freuen sich über viele, langjährige Stammgäste, die ihnen in den ganzen Jahren treu geblieben sind.

Frühlingswetter lockt Menschen ins Eis-Café: Diese Eissorten sind besonders beliebt

Stammgäste treffen sich ebenso bei Giampaolo Alemanno, der seit vielen Jahren zusammen mit seiner Frau Tatsiana das Eiscafé Cappuccino an der Mittleren Brücke betreibt. Für die meisten Altenaer heißt er aber einfach nur Paolo. Auch ihn verschlug es als junger Mann von Sizilien zunächst ins Ruhrgebiet, bis er 1981 sein erstes Eiscafé in der Burgstadt eröffnete – damals in der Bungernpassage. „Hier in Altena bin ich angekommen“, sagt der 63-Jährige. In der Großstadt sei es eher unpersönlich gewesen. „Hier kennen mich alle, das gefällt mir.“

Giampaolo Alemanno mit seiner Frau Tatsiana und seinen Zwillingstöchtern Anastasia und Alexandra, die regelmäßig im Eiscafé Cappuchino mithelfen.
Giampaolo Alemanno mit seiner Frau Tatsiana und seinen Zwillingstöchtern Anastasia und Alexandra, die regelmäßig im Eiscafé Cappuchino mithelfen. © Kremer, Ilka

23 Eissorten sind während der Hauptsaison in seinem Angebot. Dabei probiert Paolo gerne neue Rezepturen aus, wie in diesem Jahr „Honeycomb“, eine süße Kombination aus Honig und Karamell. Ansonsten zählt er ganz klassisch auf Vanille, Schokolade, Haselnuss und Erdbeere. „Unser Fruchteis stelle ich aus tiefgefrorenen Früchten her, es ist vegan und laktosefrei“, so Alemanno. Seine Kunden lieben aber auch die Sorten Sesam und Cassata Siziliana.

Der beliebteste Eisbecher sei mit Abstand das Spaghetti-Eis – Vanilleeis zu Schnüren gepresst und mit Erdbeersoße und Raspeln aus weißer Schokolade garniert. „Einfach unschlagbar“, sagt auch Salvatore Collura. Und wer hat’s erfunden? Ein Italiener in Deutschland: Dario Fontanella im April 1969.

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