16 Einsatzkräfte bei der Feuerwehr besuchten Fortbildung

Notfallsanitäter auch in Altena weiter dringend gesucht

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Thomas Stuwe (links) und Notfallsanitäter Timo Rode mit einem Defibrillator: Dieses Gerät dürfen alle Rettungskräfte bedienen.

Altena – „Der Markt ist bundesweit leer gefegt. Der Bedarf an Notfallsanitätern ist auch in Altena enorm groß“, sagt Thomas Stuwe, kommissarischer Wachleiter der hauptamtlichen Feuerwehr. 

Benötigt werden auf der Wache an der Bachstraße jene Rettungskräfte, die sich durch eine Fortbildung mit medizinischen Grundlagen von den übrigen Rettungskräften abheben: Die Notfallsanitäter.  

Der Laie kann bei den Berufsbezeichnungen zugegebenermaßen schon mal durcheinander kommen, für Stuwe und sein Team ist es ganz einfach: „Ein Rettungssanitäter darf lediglich den Einsatzwagen fahren, ein Rettungsassistent versorgt den Unfallpatienten vor Ort mit ersten lebensrettenden Maßnahmen. Er darf etwa Zugänge legen, oder eine Intubation vornehmen. Außerdem ist er befugt, eine handvoll Medikamente zu verabreichen.“ 

Dreijährige Ausbildung

Bei Ausgebildeten Notfallsanitätern reichen die medizinischen Kompetenzen aber etwas weiter: Dafür muss man gewöhnlich eine dreijährige Ausbildung absolvieren, für Feuerwehrleute mit fünfjähriger Berufserfahrung reicht hingegen eine dreiwöchige Fortbildung. „Aber die hat es in sich“, verrät Stuwe. 

Medizinische Grundkenntnisse werden dort vermittelt, einmal im Jahr muss jeder Notfallsanitäter rezertifiziert werden. „Um ständig auf dem aktuellen Stand zu sein“, versichert der kommissarische Wachleiter. 

16 der insgesamt 33 aktiven Einsatzkräfte haben bereits einen Lehrgang zu der entsprechenden Fortbildung absolviert. „Vorwiegend die jüngeren Kollegen“, wie Stuwe verrät. Bis 2027 sollen bei jedem Einsatz zwei Notfallsanitäter im Wagen sitzen. So lautet zumindest die Zielsetzung für die Einsatzkräfte. 

"Da fehlt es uns an Personal"

Im Moment hätte Stuwe mit dieser Regelung definitiv Probleme. „Da fehlt es uns an Personal“, betont er. Aktuell laufen zwar viele Anwerbungsversuche, die Interessierte in die Notfallsanitäterausbildung locken sollen, bisher sind es aber noch immer zu wenige. 

Altena habe beim Anwerben von Rettungskräften aber möglicherweise einen Vorteil: „In Großstädten wie Dortmund sind die Kollegen dauerhaft unterwegs. Die haben zum Teil fast 20 Einsätze täglich“, weiß Stuwe. Das schrecke potenzielle Bewerber ab. In ländlichen Regionen gehe es ruhiger zu.

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