Einsatzfahren darf nicht jeder

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ALTENA ▪ Im Internet geht‘s rund: Seit der Feuerwehrübung vor einer Woche wird dort über Einsatzfahrten diskutiert – nicht nur durch den Lärm, sondern auch durch den Fahrstil der Einsatzkräfte fühlt sich manch‘ einer belästigt und fragt nach der Qualifikation jener Männer und Frauen, die die roten Feuerwehrautos mit Tatütata durch die Stadt fahren.

Alexander Grass, der zukünftige Leiter der Feuerwehr, kennt das Problem. Noch sei es schwierig, Alarmfahrten zu üben. „Wir können ja schlecht mit Blaulicht und Martinshorn durch die Stadt fahren, damit sich unsere Fahrer daran gewöhnen“, sagt er und ist deshalb heilfroh, dass es in Kürze in Hemer einen Übungsplatz geben wird, wo genau gelehrt werden kann.

Ansonsten gilt, dass längst nicht jeder im Alarmfall mit den Feuerwehrfahrzeugen fahren darf. Grundsätzlich dürfen nur ausgebildete Maschinisten hinters Lenkrad. „Und es ist kaum denkbar, dass die direkt nach ihrer Ausbildung im Alarmfall ein Fahrzeug fahren“, sagt der Stadtbrandinspektor. Vielmehr seien die Löschgruppenführer angewiesen, ihre Fahrer in aller Ruhe an diese Aufgabe heranzuführen. „Die müssen erstmal mit den Dimensionen der Fahrzeuge vertraut gemacht werden“. In der Regel vergehe etwa ein Jahr, bis Hden Fahrern Einsätze mit Blaulicht und Martinshorn erlaubt würden. Auch dabei achte die Wehrführung genau darauf, dass kein unnötiges Risiko eingegangen werde, betont Grass – „schließlich sitzen da noch andere im Fahrzeug, viele davon haben Frau und Kinder“.

Einmal im Jahr steht für alle Feuerwehrleute eine „Belehrung“ auf dem Dienstplan. Mitglieder der Verkehrswacht informieren dann darüber, wie im Einsatzfall gefahren werden darf und wie nicht. ▪ Von Thomas Bender

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