Juist-Heim-Förderer decken Dach neu ein

Das Material für die Arbeitseinsätze wird per Kutsche geliefert - viel zu schleppen für die Unterstützer des Ferienhauses...

Altena - Eine Lücke im Rhepanol-Dach des Schullandheims Juist rief in diesem Jahr die handwerklich begabten Förderer des Hauses auf den Plan: Fördervereinsvorsitzender Uwe Storm reiste mit Stefan Büttig, Stefan San José, Jürgen Grüber, Jörg Weigt und Rainer Klimke an.

Professionelle Unterstützung lieferten die Dachdecker Patrick Krüger und Thomas Bielenberg vom Altenaer Unternehmen Ritz. „Die haben nicht nur ihre Arbeitskraft für das Haus gespendet, sondern sind auch gleich in den Förderverein eingetreten!“, freut sich Uwe Storm.

Zehn Tonnen Baumaterial - und nur eine Kutsche, die die Fracht am Hafen entgegennehmen konnte! Mit dem Szenario hatten die Helfer nicht gerechnet, als sie die beliebte Ferieninsel erreichten. Das Team verfrachtete kurzerhand das nötigste Baumaterial auf den Fuhrwagen und Uwe Storms Mutter Gisela auf den Kutschbock - „die kocht immer für uns, wenn wir Arbeitseinsätze haben“. Weitere dringend benötigte Dinge wurden per Fahrradanhänger die sechs Kilometer bis zum Haus transportiert. „Den Rest haben wir dann montags geholt“, so Storm.

Insgesamt 300 Quadratmeter Flachdach wurden innerhalb von zwei Wochen neu gedeckt. „Unsere Profi-Helfer warten super-fleißig!“ lobt Uwe Storm. „Wir haben dann zugearbeitet und mit Herbert Gollos sogar noch einen Schweißer vom Himmel geschickt bekommen. Der kommt aus Hagen und besucht uns schon mal. Da hat er gleich mit angepackt!“

Weil’s so flott voran ging, konnte auch ein Anbau für die Gartenhütte fertig gestellt werden. Dort werden die Fahrräder untergestellt. Um die schützende Mauer teilweise sanieren zu können, wurden die Flutsperren umgelagert. „Über deren Einsatz entscheidet die Kommune immer. Auch, wenn wir nicht da sind“, so Uwe Storm.

Den alten baufälligen Jägerzaun haben die Männer abgetragen und durch eine neue Pflanzkübelmauer ersetzt. Aktuell ist der ehemalige Expo-Pavillon wieder in einem Top-Zustand. „Wir reparieren und renovieren auch immer was im Haus, wenn wir da sind. Nächstes Jahr wollen wir die Küchengeräte abrücken.“

Neues Dach für das Schullandheim auf Juist

Die Mühe der Helfer wird stets belohnt: „Vandalismusschäden haben wir nie. Die Leute rufen uns sogar an, wenn eine Untertasse kaputt geht. Uns letztens haben uns Feriengäste sogar einen neuen Fernseher gesponsert, weil ihnen der alte zu klein war“, berichtet Storm schmunzelnd. Sein Dank gilt vor allem den Sponsoren und Unterstützern des Arbeitseinsatzes: Firma Hohage, die Sparkasse und der Bürgermeister: „Die lassen das Haus nie im Stich!“ - iho

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