Das sagen Händler, Bahnfahrer und die Ordnungsämter

Tag eins der Maskenpflicht: So verlief der Montag im Lennetal – mit Fotostrecke!

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Ausgefallener Mundschutz: Diese Frau aus Werdohl arbeitet in der Tierarztpraxis von Dr. Susanne Trilling. Dass sie ein großes Herz für Katzen hat, ist schwer zu übersehen. Viele Bürger gestalten die Stoffmasken nach ihren ganz persönlichen Vorlieben.

Lennetal - Seit gestern gilt in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln die Maskenpflicht. Wie gut halten sich Kunden und Fahrgäste daran? Händler im Lennetal erzählen, wie es bei ihnen läuft.

Heiko Tank, Inhaber des Edeka-Centers an der Inselstraße in Werdohl, hat am Eingang Sicherheitspersonal postiert. Kunden, die ohne Maske den Laden betreten wollen, werden nicht eingelassen. Tank berücksichtigt aber, dass es in den letzten Wochen zeitweise schwierig war, Masken zu beschaffen. Deshalb bietet der Markt sie zum Verkauf an.

Wer die Maske verweigert, für den gibt es keine Nachsicht: „Wenn ein Kunde keine Maske anzieht, dann muss er wieder gehen“, betont Tank. Bei Blumen Fromm, dem größten Blumenhändler in Werdohl, tragen die Mitarbeiter Masken. Auch hier müssen Kunden Mundschutze anziehen. Die Geschäfte tragen Sorge dafür, dass die Pflicht eingehalten wird. Sonst können künftig Bußgelder drohen.

Masken überall: Das Lennetal schützt sich vor dem Coronavirus

In dieser Woche belasse es das Ordnungsamt bei mündlichen Verwarnungen, erklärt dessen Leiterin Andrea Mentzel. „Bisher haben wir keine Verstöße festgestellt“, zieht sie nach dem gestrigen Kontrollgang durch die Werdohler Geschäfte ein Fazit. Ein ähnliches Bild in Altena: Nach dem Besuch der größeren Geschäfte wie Netto, Edeka und Lidl schätzte das Ordnungsamt dort gestern, dass rund 90 Prozent der Kunden eine Maske tragen. Die übrigen Personen wurden auf die Pflicht hingewiesen.

„Es ist ein deutlicher Schritt nach vorne, wenn man bedenkt, dass letzte Woche gerade einmal zehn Prozent eine Maske trugen“, sagt Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. Zu diesem Zeitpunkt sei es noch keine Pflicht, aber eine dringende Empfehlung gewesen.

Nicht kontrolliert wurde dagegen laut Aussage einiger Fahrgäste in den Zügen von Abellio. Daher hätten viele ohne den Mundschutz im Zug gesessen. Immerhin, so berichtete eine Frau, hätten die Reisenden auf den Sicherheitsabstand geachtet. Dies sei problemlos möglich gewesen, weil in der aktuellen Situation nur wenige Fahrgäste mit dem Zug unterwegs sind.

Auch die Neuenrader hielten sich am Montag an die Maskenpflicht. Ob Discounter, Drogeriemarkt, Apotheke oder Gemüsegeschäft: überall Maskenträger. Die Einschätzung bestätigt auch Philipp Petereit vom Sicherheitsdienst PSS 78 aus Hemer, der vor dem DM-Markt kontrolliert, dass niemand ohne Maske den Laden betrat und dass sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Geschäft aufhielten.

In den kleineren Städten halte man sich an die Regeln – im Gegensatz zu größeren Städten wie Hagen, Olpe oder Dortmund, wo man gleich mal gerne als sechsköpfige Truppe gleichzeitig ins Geschäft möchte, sagt Petereit. Beleidigungen, aber auch körperliche Aggressivität seien dann nicht unüblich.

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