Insolvenzverwalter sieht sich gebunden

Pflegeheim wird geschlossen

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Nach dem Krankenhausbetrieb wird nun auch das Pflegeheim an der Bornstraße eingestellt. Die Bewohner sollen auf andere Häuser verteilt werden.

Altena - Die schlimme Nachricht kam per Post. Angehörige von Menschen, die im Pflegeheim St. Vinzenz an der Bornstraße untergebracht sind, haben am Montag ein Schreiben erhalten, wonach die Einrichtung zum Ende des Monats geschlossen wird.

Nach Informationen des AK sind dort derzeit 32 Patienten untergebracht. Angehörige äußern großes Unverständnis über die Art und Weise des Vorgehens. Im Haus selbst war niemand für eine Stelllungnahme zu sprechen. Beim Insolvenzverwalter des Krankenhauses, der Kanzlei Husemann & Partner in Dortmund, hieß es lediglich, dass für Montag oder für Dienstag eine Pressemitteilung herausgegeben werden soll. Am Montagmittag, das war an der Bornstraße zu erfahren, hat es eine außerordentliche Mitarbeiterversammlung gegeben.

Für die Angehörigen steht eine Informationsveranstaltung auf dem Plan, die am Mittwoch stattfinden soll.

Bei der Heimaufsicht des Märkischen Kreises weiß man seit Freitag von der Absicht, das Pflegeheim zu schließen. Das bestätigte Pressesprecher Hendrik Klein. Derzeit sei man damit beschäftigt, Ersatzplätze für die Bewohner zu finden.

„Meine Mutter ist 94 Jahre“, berichtet ein Betroffener, der ein entsprechendes Schreiben erhalten hatte. Zwar verstehe seine Mutter die Situation, sei aber sehr verzweifelt.

Der Insolvenzverwalter schreibt den Angehörigen, dass der Betrieb des Pflegeheimes „nicht mehr kostendeckend geführt“ werden könne und „erhebliche Verluste“ anfallen. Von der Gläubigerversammlung habe er aber den Auftrag erhalten, „weitere Verluste für die Insolvenzmasse zu vermeiden.“ Er sei gewungen, dieser Vorgabe zu folgen.

Zwar habe es in den letzten Wochen intensive Verhandlungen mit Kaufinteressenten gegeben, die jedoch „trotz größter Bemühungen nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnten.“

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