Einige Arztpraxen bleiben geschlossen

ALTENA ▪ Dienstag und Mittwoch können kranke Altenaer nicht unbedingt auf die Hilfe ihres gewohnten Hausarztes hoffen: Einige von ihnen beteiligen sich an einer Protestaktion des Hausärzteverbandes. Sie richtet sich gegen die geplante Abschaffung der Hausarztverträge.

Diese Vereinbarungen machen den Hausarzt zu einer Art „Lotsen“ im Gesundheitswesen. Überflüssige Arztbesuche und kostspielige Untersuchungen sollen vermieden werden, indem der Hausarzt zum ersten Ansprechpartner wird und darüber entscheidet, ob und zu welchem Facharzt der Patient überwiesen wird. Dafür bekommen die Ärzte eine höhere Quartalspauschale pro Patient. Gesundheitspolitiker und Krankenkassen beklagen, dass die Erwartungen in das Modell sich nicht erfüllt hätten: Es habe zu hohen Mehrausgaben geführt, aber nicht die Zahl der Facharztbesuche reduziert. Deshalb soll in der kommenden Woche im Bundestag über die Abschaffung der Hausarztverträge beraten werden. Der Hausärzteverband befürchtet, dass die ärztliche Versorgung insbesondere im ländlichen Raum dadurch noch schwieriger wird, und hat deshalb zu eintägigen Praxisschließungen aufgerufen. Altenaer Ärzte, die sich daran beteiligen, sorgen jeweils für einen Vertretungsdienst. ▪ ben.-

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