Vor einem Jahr gingen im St. Vinzenz fast alle Lichter aus

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Die Nachnutzung des St. Vinzenz-Krankenhauses ist auch ein Jahr nach Schließung noch völlig offen.

Altena - Am 3. Januar 2017 wurde das St. Vinzenz Krankenhaus dichtgemacht, Ende März – also vor genau einem Jahr – folgte das ihm angeschlossene Pflegeheim. Die Abwicklung des insolventen Unternehmens übernahm die Wirtschaftskanzlei Husemann und Partner in Dortmund.

Was hat sich seitdem getan? Wie soll es weiter gehen? Dr. David Bunzel, Rechtsanwalt und direkter Mitarbeiter des zum Insolvenzverwalter bestellten Rechtsanwalt Achim Thomas Thiele, antwortet ausweichend: „So einfach ist die Beantwortung der Frage nicht. Wir können nicht viel Neues für die Presse und damit für die Öffentlichkeit vermelden.“

Das sitzt. Doch Bunzel schiebt nach: „Wir sind momentan dabei, die Immobilien in Abstimmung mit der Stadt zu verwerten.“ Er sei deshalb im Grunde positiv gestimmt. Also womöglich doch keine bleibende Bauruine an der Born- und Steinstraße? Bunzel gibt sich weiter zugeknöpft, bestätigt lediglich, dass Husemann und Partner natürlich verschiedene Vermarkter auf den Fall angesetzt hätten. Ausweichend beantwortet er wiederum die Nachfrage, ob Käufer oder Mieter gesucht würden. Es sei oberste Pflicht eines Insolvenzverwalters, Geld für die Gläubiger zu beschaffen. Und ob das nun ein Mieter oder Käufer sei, sei da eher nebensächlich. Einen runden Tisch mit allen Beteiligten ob der nach Angabe von Insidern komplexen Eigentumsverhältnisse, gab es bisher nicht.

Rechtsanwalt Dr. David Bunzel bestätigt lediglich nach kurzem Nachdenken, dass es dort „zurzeit eine Demenz-WG und Mieter von Altenwohnungen gibt.“ Zeitdruck, endlich eine Lösung zu finden, scheint nicht vorzuherrschen, denn der Mitarbeiter des Insolvenzverwalters ist überrascht, mit der Frage konfrontiert zu werden: „Gibt es bei der ganzen Angelegenheit eigentlich eine Deadline, also eine Zeitschiene, in der Lösungen gefunden werden müssten?“

Pause am Telefon – und dann die Antwort: „Wir hoffen auf eine kurzfristige Lösung - übrigens auch mit der Stadt.“ Deren Sache ist das geltende Planungsrecht. Die Heimaufsicht liegt beim Märkischen Kreis – und dort habe man vom St. Vinzenz und seinem Insolvenzverwalter lange nichts gehört, erklärte dessen Pressestelle.

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