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Eineinhalb Jahre Ausbildung: Sabine Drescher ist zertifizierte Pilgerbegleiterin

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Von: Ingrid Weiland

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Auf dem portugiesischen Küstenweg „Camino Portugués de la Costa“ pilgerte Sabine Drescher nach Santiago de Compostela. Dieses Foto zeigte sie vor ihrer Unterkunft in Baiona.
Auf dem portugiesischen Küstenweg „Camino Portugués de la Costa“ pilgerte Sabine Drescher nach Santiago de Compostela. Dieses Foto zeigt sie vor ihrer Unterkunft in Baiona. © Ingrid Weiland

Sabine Drescher ist jetzt zertifizierte Pilgerbegleiterin. Dafür hat sie eine eineinhalbjährige Ausbildung absolviert. Das steckt dahinter.

Altena – Sabine Drescher darf sich jetzt Pilgerbegleiterin nennen. Die neue Gemeindepädagogin des jüngst gebildeten Regionalpfarramtes aus den drei evangelischen Kirchengemeinden Rahmede (Altena), Oberrahmede (Lüdenscheid) und Hülscheid-Heedfeld (Schalksmühle) hat eine entsprechende eineinhalbjährige Ausbildung absolviert.

Dem Pilgern hat sich Sabine Drescher schon seit langem verschrieben, den Jakobsweg bereits vor einigen Jahren im Rahmen ihrer Tätigkeit für den CVJM zurückgelegt. Nun ist sie auch offizielle Pilgerbegleiterin, so bescheinigt es ihr ein Zertifikat. Die Ausbildung absolvierte sie im Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken.

Im Rahmen dieser Ausbildung musste sie sich unter anderem mit den Pilgerregeln vertraut machen und biblische Impulse für eine Pilgertour erarbeiten. Anschließend machte sie sich mit ihrem schon in Deutschland ausgestellten Pilgerpass, der ihr den Zugang zu verschiedenen Pilgerstätten und Unterkünften ermöglichte, zu einer Pilgertour auf die iberische Halbinsel auf.

Drescher wählte den portugiesischen Küstenweg „Camino Portugués de la Costa“. „Als vorteilhaft empfand ich, dass ich nicht viele Steigungen überwinden musste und ich – obwohl ich allein aufgebrochen war – mich nie einsam fühlte. Denn es waren viele Rucksacktouristen aus verschiedenen Ländern und Kontinenten auf dem Camino unterwegs“, erzählt Drescher.

Für sie ist Pilgern zwar „Beten mit den Füßen“, zur Stille kommen und die Auseinandersetzung mit Themen wie Natur und Schöpfung. Doch es habe ihr zwischendurch auch immer mal gut getan, sich mit anderen Pilgern auszutauschen. „Ein besonderes spirituelles Erlebnis bestand darin, dass ich mit einem Wassertaxi den Fluss Minho und damit die Grenze zwischen Portugal und Spanien überqueren konnte“, erinnert sich Drescher. Von den insgesamt 240 Kilometern, die der „Camino Portugués de la Costa“ bis Santiago de Compostela lang ist, legte die Rahmederin 167 Kilometer zu Fuß zurück.

Für 2023 plant Sabine Drescher eine Tages-Pilgertour an, die sie im Rahmen der Evangelischen Erwachsenenbildung in Westfalen und Lippe im Drolshagener Land durchführen möchte. Dieser soll eine einwöchige Tour unter ihrer Leitung über die portugiesische Küstenroute nach Santiago de Compostela folgen.

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